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Lokales Nachwuchs bei den Darwin-Nandus
Dresden Lokales Nachwuchs bei den Darwin-Nandus
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17:45 20.04.2018
Zwei der sieben Darwin-Nandu Jungvögel beim Auslauf. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Im Dresdner Zoo gibt es seit Donnerstag Nachwuchs zu beobachten: Sieben Darwin-Nandus wachsen nun im Außengehege der Riesenschildkröten auf. Drei bis sechs Wochen alt und 600 Gramm bis 2300 Gramm schwer sind die kleinen Laufvögel.

Die Darwin-Nandus, die ursprünglich in Patagonien und den südlichen Anden ansässig sind, wurden im Brutapparat aufgezogen. Schon im Februar begannen die weiblichen Vögel Eier zu legen, die im Regelfall von den Männchen ausgebrütet werden. Da im Februar die Temperaturen in Dresden allerdings noch im Minus-Bereich lagen, wurden die Eier in einen Brutapparat gelegt, damit der männliche Darwin-Nandu nicht bei Kälte und Schnee brüten muss. Bei 40 Prozent Luftfeuchtigkeit und 36,5 Grad Celsius lagerten die Eier, wurden täglich mehrmals automatisch gewendet, bis die Küken schließlich nach und nach schlüpften. Der erste Darwin-Nandu erblickte am 6. März das Licht der Welt.

In den vorherigen Jahren lief die Zucht im Dresdner Zoo nicht so erfolgreich. 2013 kamen drei Laufvögel auf die Welt, nur einer überlebte. Der jetzige Erfolg lässt sich wohl der Futterumstellung zuschreiben. Neben Pellets und gehäckseltem Heu bekommen die Jungen auch „Frankfurter Grüne Soße“, ein Gemisch aus sieben verschiedenen Kräutern, zum Fressen.

Zoobesucher können die Jungvögel täglich von 15.30 bis 16.15 Uhr im Beisein der Tierpfleger auf der Wiese im Außengehege der Riesenschildkröten bewundern. Da zurzeit auch Krähen ihren Nachwuchs aufziehen und die kleinsten Nandus als potenzielle Beutetiere ansehen, ist die Anwesenheit der Tierpfleger besonders wichtig.

Aufgrund der warmen Temperaturen brütet der männliche Darwin-Nandu aktuell noch etwa zehn weitere Eier aus. Ob aus denen jedoch auch Jungvögel schlüpfen, ist noch ungewiss.

Von mb

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