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Lokales Nachhaltige Projekte: Dresden will Zukunftsstadt werden
Dresden Lokales Nachhaltige Projekte: Dresden will Zukunftsstadt werden
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12:57 05.09.2018
Viel zu schade zum Wegwerfen: Ein Projekt will aussortierte Lebensmittel zu leckeren Menüs in einem Restaurant weiterverarbeiten. Quelle: dpa
Dresden

Müll vermeiden, Ressourcen schonen, nachhaltig wirtschaften – acht Projekte haben Dresdner und die Verwaltung in den vergangenen Monaten ersonnen und auch ausgewählt, um das Leben in der Stadt besser zu machen. Bislang standen die Ideen nur auf den Papier, doch nun sollen sie demnächst auch umgesetzt werden. Und noch bevor überhaupt eines der Vorhaben angepackt wurde, wird eines jetzt sogar schon mit einem Preis ausgezeichnet.

Seit 2015 beteiligt sich Dresden am Zukunftsstadt-Wettbewerb des Bundesforschungsministeriums. Seitdem hatten zahlreiche Bürger Ideen für Projekte beigesteuert, später in konkrete Pläne zur Umsetzung gegossen. Sechs davon hatte im Mai eine Jury ausgewählt, zwei weitere waren über ein Voting durch die Dresdner festgelegt worden. Hinzu kommen noch zwei weitere Vorhaben aus der Stadtverwaltung.

Die Ideen sind sehr verschieden. In einem Projekt wollen die Macher Pflanzen auf öffentlichen Flächen im eigenen Stadtteil anbauen, andere möchten Lebensmittel vor der Tonne retten und in einem Restaurant ausschließlich aussortierte Waren zu leckeren Menüs verarbeiten. Ausgewählt wurden zudem ein Vorhaben, bei der eine aktive Nachbarschaft mit öffentlichen Mitteln und einer Selbstverwaltung gefördert werden soll.

Ein weiteres Projekt sieht vor, in Unternehmen und Betrieben nicht mehr benötigte Materialien an Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie an Künstler weiterzugeben. Gerade in Kindertagesstätten oder Schulen werden immer wieder Materialien wie Pappe oder Holz händeringend zum Basteln und Bauen gesucht. Mit dem Austausch kann der Ressourcenverbrauch gesenkt und der Kunst- und Bildungsbereich gefördert werden. Eine Idee, auch dem Rat für nachhaltige Entwicklung beeindruckt hat – und deshalb am 12. September in Berlin mit einem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet wird.

Damit die guten Ideen nicht einfach in der Schublade kleben bleiben, will die Stadt die Vorhaben ab 2019 tatsächlich auch an den Start bringen. „Ab 2019 sollen die bisherigen Überlegungen tatsächlich erprobt und umgesetzt werden“, sagt Norbert Rost, Projektleiter des Zukunftsstadt-Projekts. Deshalb hat sich die Stadt nun auch für die dritte Phase der Zukunftsstadt-Wettbewerbs beim Bund beworben. Das Forschungsministerium will in sogenannten „Reallaboren“ ausprobieren lassen, wie man Städte zusammen mit den Bürgern in nachhaltige Zukunftsstädte verwandelt. Dresden ist dabei die größte Stadt im Teilnehmerfeld.

Die von den Dresdnern sowie der Verwaltung erdachten Experimente werden wissenschaftlich begleitet und sollen Erkenntnisse liefern, wie der zukunftsfähige Wandel in der Stadt an der Schnittstelle zwischen Bürgerhandeln, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft befördert werden kann. Als Partner stehen die Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und mehrere Lehrstühle der Technischen Universität Dresden parat, die derzeit ihre erneute Bewerbung als Exzellenzuniversität vorbereitet. Zudem versprechen sich die Initiatoren auch Impulse für die Dresdner Bewerbung als europäische Kulturhauptstadt 2025.

Von Sebastian Kositz

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