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Lokales Nachfrage nach Dresdner Stollen wächst im In- und Ausland
Dresden Lokales Nachfrage nach Dresdner Stollen wächst im In- und Ausland
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13:59 03.09.2016
Die Nachfrage nach Dresdner Christstollen ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. Quelle: dpa
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Dresden

Die Nachfrage nach Dresdner Christstollen ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. Gingen 2000 noch rund eine Million über den Tisch, waren es im vergangenen Jahr knapp 3,8 Millionen. In diesem Jahr werden es knapp vier Millionen Dresdner Stollen sein, wie der Geschäftsführer des Schutzverbandes Dresdner Stollen, René Groh, der Deutschen Presse-Agentur sagte. An diesem Samstag feiert der Verband seinen 25. Geburtstag.

Natürlich freuten sich die 125 Mitgliedsbetriebe - vom kleinen Familienunternehmen bis hin zum Großbetrieb - über die gestiegene Nachfrage. „Entscheidend ist aber die Qualität, nicht die Menge“, betonte Groh. Es sei nicht das Ziel der Dresdner Stollenbäcker, immer mehr zu produzieren. „Es geht immer noch um das Handwerk.“

Jeder vierte Striezel geht ins Ausland

Vor allem in Deutschland ist das traditionelle Weihnachtsgebäck gefragt, aber auch im Ausland wird der Striezel immer beliebter. Etwa 25 Prozent der Stollen werden ins Ausland geliefert, schätzt der Verband. Neben Europa sind die USA sowie Japan wichtigste Märkte.

Seit nunmehr 25 Jahren wacht der Schutzverband darüber, dass die eingetragene Marke geschützt wird. Nur wer die strengen Auflagen des Verbandes erfüllt, darf seinen Stollen Dresdner Christstollen nennen und ihn entsprechend vermarkten - mit einem Siegel. Die Lizenz zum Backen haben nur Bäcker und Konditoreien in Dresden und Umgebung. Welche Grundzutaten in welcher Menge hineinkommen, regelt eine Satzung: Sultaninen, Mandeln, Orangeat, Zitronat und Butter müssen hinein. Über weitere Gewürze und Zutaten entscheidet jeder Bäcker selbst. Jeder Christstollen solle ein wenig anders schmecken, so Groh. Lediglich die Mindeststandards müssen eingehalten werden. „Und das wird auch ganz streng kontrolliert.“

Jährliche Stollenprüfung

Jedes Jahr lassen die Dresdner Stollenbäcker ihr Gebäck öffentlich von einer Jury prüfen. Zudem werden 25 Prozent der Betriebe auf bestimmte Zutaten kontrolliert. „Wer gezogen wird, das wissen die Bäcker nicht“, sagte Groh. Auch eine unabhängige Prüfgesellschaft kontrolliert jedes Jahr etwa 20 Prozent der Mitgliedsbetriebe.

Auch Verstöße gegen das Markenrecht werden verfolgt. Zahlen nannte Groh nicht, die meisten Vorfälle gebe es aber in Deutschland. „Es gibt schon jedes Jahr Fälle, wo wir dagegen vorgehen müssen, um die Marke zu schützen.“ Manchmal werde der Verband über Kunden aufmerksam gemacht, auch in Online-Shops lassen sich Verstöße aufspüren. Die „Rechtskeule“ werde aber nicht gleich geschwungen, so der Geschäftsführer. Manches lasse sich auch mit einem Gespräch klären. „Wichtig ist, dass die Marke nicht verwässert wird.“

Verkauf ab dem Reformationstag

Die ersten Stollen kommen traditionell nach dem Reformationstag in den Handel. Vor allem große Betriebe fangen oft schon im Sommer an zu backen, weil man die großen Mengen nicht in ein paar Wochen produzieren kann. Die Ursprünge des Dresdner Christstollens, auch Striezel genannt, reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück. Zunächst nur ein Fastengebäck aus Mehl, Hefe, Öl und Wasser, kamen später Butter, Milch und andere Zutaten hinzu.

dpa

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