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Lokales Nach der Flut in Dresden: Katastrophenalarm aufgehoben, Straßen und Tramgleise wieder frei
Dresden Lokales Nach der Flut in Dresden: Katastrophenalarm aufgehoben, Straßen und Tramgleise wieder frei
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17:57 09.09.2015
Auf der Leipziger Straße wird mit schwerem Gerät aufgeräumt. Quelle: Arno Burgi dpa
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Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) kündigte Verbesserungen im Hochwasserschutz speziell in Laubegast und Gohlis an. Das Wasser geht weiter zurück, am Montagabend um 18 Uhr hat das Landeshochwasserzentrum einen Pegelstand von 6,67 Meter gemessen.

Nach einer Woche hat die Stadt Dresden den Katastrophenalarm am Montagabend wieder aufgehoben. Zuvor war der Pegelstand der Elbe von der höchsten Alarmstufe 4 auf Stufe 3 gesunken, wie die Stadt mitteilte. Der Katastrophenalarm war am vergangenen Montagvormittag ausgelöst worden.

Inzwischen wurden das Blaue Wunder und viele andere Straßen in Dresden wieder freigegeben. Die Leubener Straße, das Terrassenufer zwischen Albertbrücke und Steinstraße, die Pillnitzer Landstraße, die Tolkewitzer Straße, die Meußlitzer Straße,  die Berthold-Haupt-Straße, die Hamburger Straße zwischen Flügelwegbrücke und Bahnstraße/Cossebauder Straße und die Meißner Landstraße können wieder befahren werden. Der Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes Reinhard Koettnitz hofft, dass das Wasser auf der Holzhofgasse am Dienstag so weit abgeflossen ist, dass dort Reinigungsarbeiten starten können. Dann könnte die Umleitungstrecke der Bautzner Straße am Mittwoch wieder frei gegeben werden.

Wie die Dresdner Verkehrsbetriebe am Montag mitteilten, sollen ab Dienstag fast alle Straßenbahnlinien wieder wie üblich verkehren. Lediglich die Leipziger Straße könne erst am Mittwoch für den Tramverkehr freigegeben werden, da dort sehr viele Sandsäcke zu beräumen sind.

Am Mittwoch will die Stadt Dresden eine Schadensprognose abgeben. Ein Vergleich der überfluteten Flächen zeigt, dass in diesem Jahr reichlich die Hälfte der Fläche unter Wasser stand, die 2002 betroffen war. Damals waren neben den elbnahen Gebieten unter anderem auch die Friedrichstadt, das Gebiet um den Hauptbahnhof, große Teile Pieschens, von Stetzsch und Kleinzschachwitz geflutet dazu. Schwere Schäden an Straßen, wie es sie 2002 gab, werden nicht erwartet.

Laut Christian Korndörfer, Leiter des städtischen Umweltamtes, haben sich die seit der Flut 2002 realisierten Maßnahmen zum Hochwasserschutz ausgezahlt. Der langsame Scheitelaufbau und -abfluss führten aber dazu, dass Wasser in entfernteste Bereiche drang. Als „fatal“ habe sich der Widerstand gegen Hochwasserschutz in Laubegast erwiesen, dessen Überschwemmung vermeidbar gewesen wäre. „Diese Diskussion sollte neu geführt werden.“ Auch Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) will mehr Sicherheit für Viertel außerhalb der Innenstadt und kündigte Konsequenzen an.

Diese Blasewitzer stemmen sich mit aller Kraft gegen Schlamm und Elbwasser. Quelle: Tanja Tröger
Dort, wo das Wasser wieder weg ist, beginnen die Aufräumarbeiten. Sandsäcke müssen entfernt werden, zudem hinterlässt das Wasser nahezu überall Treibgut und Unmengen vom Schlamm. In besonders betroffenen Vierteln dürfen Anwohner Sperrmüll am Straßenrand ablegen. Dieser wird dann genauso wie gebrauchte Sandsäcke von der Stadt kostenfrei entsorgt.

Derweil warnt das Gesundheitsamt der Stadt vor gesundheitlichen Gefahren. Jeder Helfer, der in überfluteten Häusern beim Aufräumen mit anpackt, sollte sich nicht nur Handschuhe und Gummistiefel anziehen, sondern auch feuchtigkeitsabweisende Kleidung tragen. „Da eine Verunreinigung des Wassers oder des Schlammes mit Krankheitserregern nicht ausgeschlossen werden kann, sollten sich immungeschwächte Personen und Kinder nicht an den Aufräumarbeiten beteiligen“, betonte ein Rathaussprecher. Zudem sollte jeder Helfer überprüfen, ob er gegen eine Tetanus-Infektion geimpft ist. Kinder dürfen auf keinen Fall im Flutwasser oder auf zwischenzeitlich überfluteten Flächen spielen.

Weiterhin geschaltet ist das Bürgertelefon am Montag von 6 Uhr bis 22 Uhr unter der Rufnummer (0351) 488 76 66 besetzt. Zudem sind die Seelsorgetelefone von DRK (850 02 39) und der Diakonie unter (0 8001) 11 01 11 und (0 8001) 11 02 22 geschaltet.

dpa/cs/ttr/sl

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