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Lokales Nach der BRN 2013: Anwohner beschweren sich über Wildpinkler auf Spielplätzen - Stadt räumt auf
Dresden Lokales Nach der BRN 2013: Anwohner beschweren sich über Wildpinkler auf Spielplätzen - Stadt räumt auf
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18:08 09.09.2015
Den Spielplatz auf der Sebnitzer Straßen hatten offenbar viele Wildpinkler genutzt Quelle: Julia Vollmer
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Einige Besucher der BRN hatten sich offenbar nicht an das Wildpinkelverbot gehalten und in dunkle Ecken und in den Alaunpark uriniert.

Das größte Ärgernis, vor allem für die Eltern unter den Anwohnern, war das Pinkeln auf die Spielplätze der Neustadt. Als Katja Hoffmann am Montagmorgen ihre Tochter zur Tagesmutter brachte, war sie vom Anblick und vor allem von dem Geruch der sich vom Spielplatz auf der Sebnitzer Straße verbreitete, schockiert. „Der ganze Spielplatz stank nach Urin, hier will man sein Kind wirklich nicht spielen lassen“, so Katja Hoffmann. Die Anwohner, eigentlich überzeugte Neustädter wie sie, sagt, hatte sich bereits am Freitag und Samstagabend mehrfach bei den Mitarbeitern von Polizei und Ordnungsamt beschwert. „Ich wurde am Samstagabend mehrfach Zeuge vom Wildpinkeln auf der Sebnitzer Straße. Als ich die Polizisten um Hilfe bat, entschuldigten sich diese damit, dass ihr Einsatz an den Brennpunkten gebraucht wird“.

[gallery:500-2484081891001-DNN] Am Montagmorgen waren schon drei Mitarbeiterinnen des Technischen Dienstes der Stadt im Einsatz auf dem Spielplatz an der Sebnitzer Straße. „Wir haben die Muttis mit ihren Kindern heute früh erstmal wieder weggeschickt. Auf diesem vollgepinkelten Spielplatz konnte man kein Kind spielen lassen“, so eine Mitarbeiterin. Für die Reinigung des Festgeländes ist das Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung zuständig, das auch Reinigungsaufträge an Firmen wie die Stadtreinigung vergibt.

Nach Angaben der Stadt betrugen die Reinigungskosten für die BRN 2012 rund 44.000 Euro. Für 2013 könne man derzeit noch keine Angaben machen. Auch Julia Kasizimiers vom Spieleladen Catapult musste sich auf ihrem Arbeitsweg die Nase zuhalten. „Als ich heute früh zur Rothenburger Straße gelaufen bin, hat es aus vielen Ecken wirklich gestunken“. Am Wochenende hatte die junge Frau zahlreiche Besucher beim Urinieren beobachtet. „Wir haben in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass es die Wildpinkler auf der BRN immer geben wird auch trotz der Bemühungen von Ordnungsamt und den Veranstaltern“, so eine Polizeisprecherin.

Besonders beliebte Ecken sind dabei nach Polizeiangaben der Alaunpark und die dunklen Ecken auf den Spielplätzen. Wer vom Ordnungsamt erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe zwischen 10 und 20 Euro rechnen. Nach Angaben der Stadt gab es in diesem Jahr wieder sechs Toilettenstandorte verteilt im gesamten Festgelände zum Stadtteilfest Bunte Republik Neustadt. Jede Kneipe mit einem Straßenausschank hatte die Auflage bekommen, die Toilettennutzung zur BRN nicht nur den Gästen, sondern auch der Laufkundschaft zu erlauben.

„Nach unseren Erfahrungen ändern noch mehr Toiletten am Urinieren im öffentlichen Straßenraum und an Häuserwänden und in Hinterhöfen zur BRN nichts“, so die Stadtverwaltung. Die Anwohnerin Katja Hoffmann hat gleich jede Menge Lösungsvorschläge an der Hand. So könne man beispielsweise die Standgebühren auf 200 Euro erheben und ein Teil der Einnahmen in die Anschaffung mobiler Toiletten investieren. „Die Polizei könnte auch die dunklere Ecken auf den Spielplätzen ausleuchten. Das würde bestimmt auch ein paar Wildpinklern abhalten“.

Eine ganz eigene Idee hatten die Verantwortlichen des Lustgartens für die Lösung des Pinkel-Problems. „Wir haben einfach mehrere Abflussrohre zu einer Pinkelrinne verschraubt und schon hatten wir ein Angebot für das menschliche Bedürfnis“, so Mirko Sennewald. Übrigens hätten sowohl Männer als auch Frauen die innovative Röhre benutzt.

Julia Vollmer

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