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Lokales Nach dem Hochwasser in Dresden: Pieschener wollen Flutschutzverein gründen
Dresden Lokales Nach dem Hochwasser in Dresden: Pieschener wollen Flutschutzverein gründen
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18:00 09.09.2015
Wie hier schützen vielerorts nur noch Sandsack-Dämme die Leipziger Straße. Quelle: Stefan Schramm
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Er ist nach eigener Aussage Jurist und mit seiner neu gegründeten Firma, der Sax System Consult GmbH, Anlieger an der Leipziger Straße.

Dort verhinderten in der ersten Juni-Woche tausende freiwillige Helfer mit Sandsäcken, dass die Elbe die gesamte Leipziger Straße erobert. Eine führende Hand habe gefehlt, für die Helfer sei die Arbeit zum Teil lebensgefährlich gewesen, weil bis Donnerstagmittag der Verkehr noch einspurig über die Leipziger Straße fahren durfte, argumentiert Wolf.

Dann sei den Helfern zunächst untersagt worden, den Hauseingang der Nr. 49 mit Sandsäcken zu verbauen, „so dass das Wasser ungehindert auf die Straße schoss. Die Kanalisation hat das schon gar nicht mehr geschafft, so dass das Wasser in den Häusern auf der anderen Seite im Erdgeschoss aus den Toiletten lief“, nennt Wolf ein Beispiel, das ihm heute noch die Zornesröte ins Gesicht treibt. „Hatten wir Sand, waren keine Sandsäcke da und umgekehrt“, ergänzt Hausmeister Sven Helbig, der in der Flutwoche am Mittwochmorgen notgedrungen das Kommando übernahm, weil aus seiner Sicht alles durcheinander ging.

Damit das bei der nächsten Flut nicht wieder so ist, wollen Anwohner jetzt einen „Bürgerverein Flutschutz“ gründen. „Wir machen unsere eigenen Alarmpläne, legen fest, wie wir am sinnvollsten die elbseitigen Grundstücke an der Leipziger Straße schützen können und wann wo was zu tun ist“, erklärt Jürgen Wolf kämpferisch. Den Vorwurf, dass man die Anrainer an der Leipziger im Stich gelassen habe, kann die Stadtverwaltung aber nicht nachvollziehen

Weitere Details sowie Infos über die Pläne der Stadt lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der DNN vom 18. Juni und bei DNN-Exklusiv.

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