Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Nach dem Hochwasser in Dresden: Hotel am Terrassenufer öffnet in vier Wochen
Dresden Lokales Nach dem Hochwasser in Dresden: Hotel am Terrassenufer öffnet in vier Wochen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:53 09.09.2015
Durch das Juni-Hochwasser entstanden am Hotel am Terrassenufer Schäden in sechsstelliger Höhe. Quelle: Stephan Klingbeil

Laut Filpi war das Haus mit 384 Betten noch am Montag voll. Dann stieg das Hochwasser und man kam nicht mehr trockenen Fußes in das Haus hinein. Die Prognosen zum Elbepegel ließen Schlimmes befürchten. Am Dienstag darauf wurde das Haus evakuiert. Der Strom wurde abgestellt. Alle Gäste seien unkompliziert auf andere Einrichtungen umgebucht worden.

Die Hotelmitarbeiter hatten das Kellergeschoss so weit es ging ausgeräumt. "Wir haben alles was zu bewegen war rausgeholt, dafür war anders als 2002 diesmal Zeit", erklärt Eigentümer Max Trapp. Zahlreiche technische Aggregate und alle Waren konnten so gerettet werden. Außerdem stapelten Filpi und seine Mitarbeiter Sandsäcke, sicherten den Pavillon ab. Freiwillige aus der Umgebung packten spontan mit an. Stand das Wasser vor dem Pavillon mit Restaurant rund einen halben Meter hoch, wurde drinnen nur der Boden durchnässt.

Trotzdem sind laut Trapp Schäden in sechsstelliger Höhe entstanden. Die Einbußen wegen der derzeitigen Schließung seien ebenfalls nicht ohne. Der Eigentümer aus Wesel in Nordrhein-Westfalen kam bereits während des Hochwassers nach Dresden, um sich ein Bild von der Lage in seinem einzigen Hotel zu machen. Bodenflächen und befestigte Geräte in den abgesoffenen Kellerräumen müssten erneuert werden. Auch im Restaurant- und Küchentrakt ist in den kommenden Wochen noch einiges zu tun. Das Erdgeschoss blieb trocken. Das Wasser stand knapp 20 Zentimeter hoch im Eingangsbereich des Hotels. Vor elf Jahren waren es fast 1,5 Meter.

Bis Mitte Juli sollen aber alle Schäden behoben sein. Trotz der jetzigen Einnahmeausfälle wollen Trapp und Filpi am Jubiläumsrabatt für Übernachtungsgäste der Unterkunft festhalten. 1993 hatte Trapp das Hochhaus gekauft, es für umgerechnet rund 20 Millionen Euro saniert und ausgebaut. Zu DDR-Zeiten war das 1963 errichtete Gebäude als Wohnheim der HO Gaststätten genutzt worden, sagt Trapp.

Doch die Landeshauptstadt will den Betonklotz am Terrassenufer abreißen, er passe nicht in die berühmte barocke Silhouette Dresdens. Die Nutzung des Hochhauses war 1993 auf zehn Jahre befristet worden. Allerdings gab es eine Verlängerungsoption im Kaufvertrag, die Trapp später zog. Er durfte das Hotel somit fünf Jahre länger betreiben, hätte aber 2008 schließen müssen. Doch seiner Ansicht nach hat die Stadt vor Gericht keine Aussicht auf Erfolg. Es habe womöglich notarielle Fehler beim Zustandekommen des Kaufvertrages gegeben.

Dennoch klagt die Landeshauptstadt, sieht sich im Recht. Sie hatte nach einem entsprechenden Beschluss des Stadtrats im November 2011 Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht. Die Stadt Dresden will so sicher stellen, das der vor Jahren ausgehandelte Vertrag zwischen der Stadt und dem Eigentümer des Hotels umgesetzt wird. Die Abriss-Pläne der Stadt hätten allerdings überhaupt keinen Einfluss auf die aktuellen Instandsetzungspläne für den Zwölfgeschosser, betont Trapp. "Das ist derzeit nicht unser Thema", erklärt er weiter. Stand der Dinge sei, dass das Hotel weiter betrieben werde. "So lange das Hotel steht, werden wir investieren."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.06.2013

Klingbeil, Stephan

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

[gallery:500-2484081891001-DNN] Dresden. Dresden. Mit viel Musik und lachenden Kinderaugen feierten wieder Zehntausende Besucher am Wochenende die Bunte Republik Neustadt.

09.09.2015

Die BRN 2013 ist Geschichte. Am Montagmorgen liefen auf dem Festgelände in der Neustadt die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Obwohl die 24. Auflage des Festes friedlich verlaufen ist, gab es für einige Anwohner doch einen Grund zum Ärgern.

09.09.2015

Mehr als 100 Dresdner haben am Sonntag in einem Wäldchen auf dem Dresdner Heller ein „Fest der Farben“ gefeiert. Die Idee stammt vom indischen Holi-Festival.

09.09.2015
Anzeige