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Nach Herwart: Schwere Sturmschäden in der Dresdner Heide

Dresden Nach Herwart: Schwere Sturmschäden in der Dresdner Heide

Zwischen 8000 und 10 000 Festmeter Schadholz: Das ist die Bilanz, die Sturm Herwart der Dresdner Heide beschert hat. Obwohl die Mitarbeiter des Forstbezirkes sofort daran gegangen sind, die Heide-Wege von umgestürzten Bäumen zu befreien, sind einige Wege noch immer nicht begehbar.

Diese umgebrochene Lärche blockierte den HG-Weg, war aber bereits am Montagvormittag aus dem Weg geräumt
 

Quelle: Bernd Lichtenberger

Dresden.  Zwischen 8000 und 10 000 Festmeter Schadholz. Das ist die Bilanz, die der Oktober-Sturm Herwart der Dresdner Heide beschert hat. Obwohl die Mitarbeiter des Forstbezirkes Dresden sofort daran gegangen sind, die Heide-Wege von umgestürzten Bäumen zu befreien, sind einige Wege noch immer nicht begehbar, sagt Heiko Müller, Leiter des Staatsforstbetriebes. Dazu gehört auch die Prießnitztalstraße zwischen Klotzsche und der Heidemühle.

Dort sind mehrere mächtige Fichten umgestürzt, denen nur mit schwerer Technik beizukommen ist. Am stärksten sind die Reviere Ullersdorf und Langebrück, wo es die meisten Fichtenbestände gibt, vom Sturm betroffen. Wo der Boden ohnehin nass ist, konnten sich die Bäume nicht halten und wurden mit samt dem Wurzelteller vom Sturm umgeworfen. Daneben sind im Forst auch zahlreiche Einzelbäume umgestürzt, die nun mit großem Aufwand geborgen werden müssen, weil ihnen der Befall durch den Borkenkäfer droht. „Wir hatten schon in diesem Jahr einen ziemlich starken Borkenkäfer-Befall“, begründet Müller die Notwendigkeit dieser Maßnahme.

Trotzdem sei die Dresdner Heide, verglichen mit dem Tharandter Wald und dem Osterzgebirge, noch glimpflich davon gekommen, meint Müller nach einer ersten groben Schadensbilanz. Dort – genauer gesagt im Altenberger Ortsteil Oberbärenburg – will sich Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt heute mit Landesforstpräsident Hubert Braun über das Ausmaß der Schäden informieren und Maßnahmen für den Umgang mit dem Bruchholz festlegen. Insgesamt geht Sachsenforst derzeit von einem Gesamtschaden von fast 650 000 Kubikmetern aus – das wäre der größte Schaden der vergangenen zehn Jahre. Die Holzmenge, die nun mühevoll beseitigt werden muss, entspricht mehr als der Hälfte des Jahreseinschlags von Sachsenforst.

Die Laußnitzer Heide, die ebenfalls zum Forstbezirk Dresden gehört, hat ersten Schätzungen zufolge übrigens ebenfalls mindestens 1000 Festmeter Sturmholz.

Von Bernd Lichtenberger

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