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Lokales Nach Brexit: Londoner Uni erwägt Campus in Dresden
Dresden Lokales Nach Brexit: Londoner Uni erwägt Campus in Dresden
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07:49 19.07.2017
Britische Flaggen in der Nähe des berühmten Uhrturms Big Ben in London. Das dortige King´s College erwägt, eine Außenstelle in Dresden zu gründen. Quelle: dpa
Dresden/London

Das renommierte „King’s College London“ erwägt, nach dem Brexit einen externen Universitäts-Campus in Dresden einzurichten. Das haben die BBC sowie CNN berichtet. Auf Anfrage äußerte sich das King’s College allerdings nicht zu dem Bericht.

Bereits heute kooperieren die TU Dresden (rund 36 000 Studenten) und die britische Universität (knapp 30 000 Studenten) im „Transcampus“-Projekt. „Wir arbeiten eng zusammen und es gibt auch Ansätze, diese Kooperation auszuweiten“, erklärte die Dresdner TU-Sprecherin Kim Magister. Sie relativierte indes zugleich die Berichte über einen vorgesehenen physischen Campus der Engländer in Sachsen. Diese Pläne könne sie „so nicht bestätigen.“ Eine eigene Niederlassung der Briten in Dresden sei zunächst nur „eine erste Idee“.

Ob und wie junge Dresdner und Londoner auf solch einem externen Campus studieren können, ist noch unklar. Für das altehrwürdige „King’s College London“ hätte ein Satelliten-Campus in Deutschland nach dem Austritt Großbritannien aus der EU aber durchaus Vorteile: Eine solche forschende und/oder lehrende Dependance in Dresden könnte dann womöglich leichter an EU-Forschungfördergelder herankommen als die Mutter-Uni.

Zudem haben beide Universitäten schon heute einen gemeinsamen virtuellen Campus: Im Rahmen des „Transcampus“ kooperieren seit 2015 die Mediziner der TU Dresden und des King’s College London. Dazu gehören neun gemeinsame Professoren sowie Doktoranden-Austauschprogramme. Schwerpunkte sind die Transplantationsmedizin, die Regenerations- und Diabetes-Forschung. Inzwischen bauen auch Experten anderer Disziplinen - zum Beispiel in der 5G-Mobilfunk-Entwicklung, Physik, Neurologie und Kunst – wissenschaftliche Kooperationen zwischen Dresden und London auf.

Von Heiko Weckbrodt

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