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Lokales Nach 22 Jahren verlässt Heike Riedel den Caritasverband Dresden
Dresden Lokales Nach 22 Jahren verlässt Heike Riedel den Caritasverband Dresden
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08:46 19.04.2017
Heike Riedel (links) übergibt den Staffelstab an ihre Nachfolgerin Juliana Schneider. Quelle: Anja Schneider

Für Heike Riedel geht eine Ära zu Ende: „Meine gesamte Berufserfahrung habe ich beim Dresdner Caritasverband gesammelt“, erklärt sie. Mit 25 Jahren kam sie kurz nach dem Studium in Köln als Sozialarbeiterin in die sächsische Landeshauptstadt und durchlief fast alle Ebenen, bis sie stellvertretende Geschäftsführerin und vor zwei Jahren Geschäftsführerin wurde. „Es war eine wunderschöne Zeit“, sagt sie und verspricht: „Ich werde eine leidenschaftliche Botschafterin für Dresden sein.“

Heike Riedel zieht es nach 22 Jahren in Dresden zurück in die Heimat bei Köln. „Meine Mutter geht auf die 80 zu und es hat sich die Frage gestellt, wer in ihre Nähe zieht“, erklärt Riedel. Sie übernehme die Geschäftsführung einer Landesstelle für Erwachsenen- und Familienbildung und bleibe im kirchlichen Dienst. Die erste Zeit werde sie sehr viel pendeln, weil ihre Familie noch in Dresden bleibt. „Das gibt mir auch die Möglichkeit, weiter dem Caritasverband verbunden zu bleiben. Ich habe nicht vor, den Kontakt abbrechen zu lassen.“

Die Caritas sei mehr als nur ein Arbeitgeber. „Das ist fast wie ein Teil der Familie und der Abschied ist mir sehr schwer gefallen.“ Besonders in Erinnerung werde ihr das Jubiläum im vergangenen Jahr bleiben. „Da sind so viele Menschen zusammengekommen und haben uns gezeigt, dass wir nicht nur von der Kirche, sondern der gesamten Gesellschaft getragen werden. Wir werden von vielen Menschen unterstützt, die mit Kirche nichts zu tun haben.“ Knapp die Hälfte der Caritas-Mitarbeiter seien konfessionell nicht gebunden.

Viele Menschen in Sachsen würden beim Thema Pflege zum ersten Mal in Kontakt mit der Kirche kommen. „Wenn wir als katholischer Wohlfahrtsverband Werte vermitteln können in einer Gesellschaft, die regelrecht nach Werten schreit, dann können wir auf zurückhaltende Art vielleicht einen kleinen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten“, sagt Riedel. Die Caritas lebe die von ihr vermittelten Werte selbst und zahle beispielsweise ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Tarif. „Auch wenn das gerade im Pflegebereich eine große Herausforderung ist“, so die 47-Jährige.

Ihre Nachfolge weiß Heike Riedel in guten Händen. Mit Juliana Schneider übernimmt erneut eine Frau und Mutter die Geschäftsführung des Caritasverbandes und damit die Verantwortung für 300 Beschäftigte und einen Jahresetat von zwölf Millionen Euro. Die neue Geschäftsführerin stammt aus Weimar und hat viele Jahre in unterschiedlichen Positionen für den Caritasverband Erfurt gearbeitet. Zuletzt war sie als geschäftsführender Vorstand der Landesstelle für Suchtfragen tätig. Seit zwei Jahren lebt Juliana Schneider mit ihrer Familie in Dresden, nun steht sie an der Spitze eines „ganz tollen Teams, das mich mit großer Herzlichkeit aufgenommen hat“.

Der Aufbau der Bahnhofsmission als ökumenisches Projekt unter anderem mit dem Diakonischen Werk, die Integration von Flüchtlingen, die Gewinnung von Fachpersonal für alle Bereiche und die Stärkung des Ehrenamtes sind die Schwerpunkte, die die neue Geschäftsführerin jetzt beschäftigen werden. „Ich trete mein Amt mit großer Zuversicht an und freue mich darauf, die sozialen Belange in Dresden ein Stück weit mit vorantreiben zu können“, sagt die 44-Jährige.

BU: Heike Riedel (links) übergibt den Staffelstab an ihre Nachfolgerin Juliana Schneider.Foto: Anja Schneider

Von Thomas Baumann-Hartwig

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