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Lokales NABU Dresden startet Fischotter-Projekt
Dresden Lokales NABU Dresden startet Fischotter-Projekt
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11:18 04.05.2018
Der Fischotter (Lutra lutra) ist in Sachsen selten geworden. Quelle: dpa
Dresden

 Nur die wenigsten konnten ihn bereits in freier Wildbahn beobachten. Das liegt zum einen daran, dass der pelzige Zeitgenosse sehr scheu ist und ruhige Gewässer bevorzugt. Ein weiterer Grund ist, dass der Fischotter in Sachsen selten geworden ist. Das Dresdner Naturschutzinstitut des Deutschen Naturschutzbundes (NABU) möchte daran etwas ändern.

Daher ist nun das grenzüberschreitende NABU-Projekt „Lutra lutra“ angelaufen. Der tschechische Naturschutzverband ALKA Wildlife und das Naturkundemuseum der Stadt Ústí nad Labem beteiligen sich an dem Vorhaben. Es hat zum Ziel, die Bestände des Fischotters zu schützen.

Im Oktober des vergangenen Jahres begannen die Vorbereitungen für das Artenschutzprojekt. Das Vorhaben wurde offiziell bewilligt und das Forschungsteam aufgebaut. Nun erforschen die Partner aus Dresden und aus der tschechischen Republik die Verbreitung der Fischotter im deutsch-tschechischen Grenzraum. Untersucht wird auch die Qualität ihrer Lebensräume im tschechischen Bezirk Ústí und dem nördlich anliegenden Teil des sächsischen Erzgebirges.

Fischotter stehen auf der Roten Liste bedrohter Arten

Dabei wollen die Forscher Gefahrenstellen für wandernde Fischotter erkennen und geeignete Maßnahmen zu deren Entschärfung entwickeln. Erste Schutzmaßnahmen sollen im Projektzeitraum modellhaft umgesetzt werden. Durch die Analyse genetischer Proben ziehen die Forscher Rückschlüsse auf Wanderbeziehungen und den Populationszustand der Otter.

Dieser hat sich in den vergangenen Jahren verschlechtert. Der Fischotterbestand ist zurückgegangen. Der schwimmende Jäger ist mittlerweile auf der Roten Liste bedrohter Arten aufgeführt und als „potenziell gefährdet“ eingestuft. „Ziel des bis 2020 laufenden Projektes ist die lang­fristige Stärkung der sächsischen und nordböhmischen Fischotterpopulation und die Verbesserung des Biotopverbundes entlang von Wanderrouten“, heißt es vom Dresdner Naturschutzinstitut.

“Lutra lutra“ ist Teil des sächsisch-tschechischen Programms „SN-CZ 2014-2020“. Das Projekt wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Von Junes Semmoudi

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