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Lokales Mutter und Tochter überzeugen beim Dresdner Hutball mit fernöstlicher Bastelkreation
Dresden Lokales Mutter und Tochter überzeugen beim Dresdner Hutball mit fernöstlicher Bastelkreation
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11:31 17.03.2018
Hutball 2018: Den ersten Preis sicherten sich Kerstin und Julia Neubert (Mitte), Platz 2 ging an Sylvia Schier und Holger Raithel (links), die alle Tassen im Schrank bzw. Hut behielten. Platz 3 belegten Steffi Rennhack und Elke Schumacher mit dem Thema Abgasskandal (rechts).  Quelle: Anja Schneider
Dresden

 Am Freitagabend war es wieder soweit: Die Melonen wurden entstaubt und die Zylinder aus der hintersten Schrankecke wieder hervorgekramt. Denn beim Dresdner Hutball im Parkhotel wird traditionell nur Gästen mit bedecktem Haupt der Einlass gewährt. Doch neben schlichten Kopfbedeckungen waren auf dem Weißen Hirsch auch einige ungewöhnliche Hutkreationen zu bestaunen. Der Kreativität waren wieder keine Grenzen gesetzt.

Der Hutball 2018

Gegen null Uhr wurde es dann ernst: Als Höhepunkt des Hutballs wurden die bestbehüteten Paare ausgezeichnet. Den Hauptsieg, ein Luxuswochenende in Berlin, sicherten sich Kerstin und Julia Neubert. Das Mutter-Tochter-Gespann gewann mit der Hutvariante „Ein Ausflug nach China“. Auf dem Kopf trugen beide jeweils einen aufwendig gebastelten Drachen aus Pappmaché. „Ich habe im Internet recherchiert und dachte: Dieses Motiv ist mal was anderes. Vor einer Woche habe ich angefangen, die Materialien einzukaufen. Im Asia-Shop haben sie schon komisch geschaut, als ich ihnen sagte, dass ich einen Hut basteln will“, lacht Tochter Julia.

Juliane und Kerstin Neubert. Quelle: Anja Schneider

„Das Anfertigen der Hüte hat dann schon drei bis vier volle Tage eingenommen. Ich habe mir beim Gestell von einem Freund helfen lassen. Unser Ofen lief rund um die Uhr, um das Pappmaché zu trocknen.“ Lichterketten und Glückskekse gaben den Hüten noch den letzten dekorativen Feinschliff. Über den Ideenreichtum ihrer Tochter kann Kerstin Neubert nur staunen. Bis zum Tag des Hutballs wusste die Mutter nicht, welches Kunstwerk ihr letztendlich auf den Kopf gesetzt werden würde.

Zur Musik der deutschen Rock‘n‘Roll-Band „Boppin‘B“ tanzten die Gäste im Ballsaal ausgelassen bis in den frühen Morgen hinein. Doch auch im Kellergeschoss wurde musiziert und gefeiert. Sogar im Toilettenvorraum legte das DJ-Duo „Living Jukebox“ Schlagermusik auf und sorgte an den Waschbecken für Stimmung. Die Musik wurde hin und wieder von einem lauten Knall übertönt: Das Rosenschießen – eine Abwandlung des Dosenschießens, nur eben mit Rosenblüten - entwickelte sich im Laufe des Abends zu einem echten Publikumsmagnet.

Die Möglichkeit einer Stärkung bot der Speisesaal. Sowohl das „Kastenmeiers“ als auch „Sushi und Wein“ konnten als Cateringservice für den Hutball gewonnen werden.

Wer sich satt gegessen und die Füße wund getanzt hatte, konnte mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kostenfrei nach Hause fahren. Denn die Ballkarte war auch als VVO-Ticket im Raum Dresden gültig.

Am Samstagbend findet traditionsgemäß die restlos ausverkaufte Party zum Hutball statt. Musiker aus Deutschland, Frankreich, den USA und Spanien locken die Gäste auf die Tanzfläche. Und auch auf der Feier im Parkhotel werden die Paare ausgezeichnet, vor deren Kreativität sogar die erfahrene Fachjury den Hut zieht.

Von Junes Semmoudi

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