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Lokales Müllabfuhr klagt über zugeparkte Straßen
Dresden Lokales Müllabfuhr klagt über zugeparkte Straßen
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07:53 31.10.2018
Mit diesem Mini-Müllauto schlängelt sich Dresdens Stadtreinigung auf besonders engen Straßen durch. Ein flächendeckender Einsatz des Modells ist mit Blick auf die Effektivität und die damit verbundenen Kosten allerdings ausgeschlossen. Quelle: Stadtreinigung Dresden
Dresden

Weniger Platz auf den Straßen, immer mehr Autos und zugeparkte Fahrbahnen: Auch in Dresden haben die Müllmänner und -frauen zunehmend Probleme, ihre Touren zu absolvieren. „Die Entsorgung wird schwieriger und manche Standorte müssen mehrfach angefahren werden, da­­­mit die Dienstleistung er­bracht werden kann“, erklärt die Sprecherin der Stadtreinigung Dresden (SRD) Susann Kirsch.

Viel Lärm um Müll

Immer wieder hatte es in den vergangenen Wochen in Sachsen viel Lärm um Müll und dessen Ab­holung gegeben. In Meißen weigert sich beispielsweise der Entsorger, eine Straße an­zufahren, weil sie zu schmal ist – und in Leipzig lassen die Kollegen in den orangefarbenen Kutten in­zwischen ganze Straßenzüge links liegen, weil sie wegen der vielen parkenden Au­tos nicht mehr durchkommen. Die betroffenen Anwohner müssen deshalb teils über dutzende Meter hinweg ihre Tonnen an Sammelpunkte bringen, damit diese überhaupt noch geleert werden.

Ähnlich wie in Leipzig sind es auch in Dresden in den meisten Fällen parkende Autos, die die Müllleute ausbremsen. Pro­bleme mit per se zu schmalen Straßen seien hingegen eher selten. Susann Kirsch spricht lediglich von Einzelfällen, bei den­en „mancherorts An­wohner ihre Tonnen an be­stimmten Sammelpunkten selbst be­reit­stellen müssen.“

Mini-Müllauto für besonders schwierige Bereiche

Normalerweise muss eine Straße mindestens fünf Meter breit sein, damit Müllautos dort durchfahren dürfen – so sehen es zu­mindest die gesetzlichen Spielregeln vor. Ist das nicht der Fall, werde dann nach individuellen Lösungen gesucht, so die Sprecherin der Stadtreinigung. Um sich mancherorts besser durch en­ge Straßen durchschlängeln zu können, hat das Unternehmen sogar aufgerüstet – und für besonders schwierige Bereiche in Dresden ein Mi­­ni-Müllauto beschafft.

Das ist 30 Zentimeter schmaler als übliche Fahrzeuge, kommt so durch Straßen, wo andere Müllautos kapitulieren müssen. Allerdings hat das zweiachsige Fahrzeug einen entscheidenden Nachteil: Es fasst nur ein Viertel des Abfalls, den die großen Müllautos wegfahren können. Die schlucken bis zu elf Tonnen, das Mini-Müllauto hingegen nur etwa drei Tonnen.

Appell an Autofahrer

Ein flächendeckender Einsatz des Mi­ni-Müllautos in Dresden sei aber ausgeschlossen. „Ein Ausbau dieser nicht ef­fektiven Sammelform für eine Großstadt wie Dresden würde erheblich steigende Kosten zur Folge haben“, er­klärt Susann Kirsch. Da­mit die Abholung der Mülltonnen reibungslos verläuft, ap­pelliert die Stadtreinigung derweil noch einmal an alle Autofahrer, ihr Fahrzeug nicht in den Weg zu stellen. Denn: „Ein gedankenlos falsch abgestelltes Fahrzeug verhindert mitunter die pünktliche Entsorgung eines Straßenzuges“, sagt Susann Kirsch.

Von Sebastian Kositz

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