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Möchtegern-„Supertalent“ prügelt Frau ins Krankenhaus

Amtsgericht Dresden Möchtegern-„Supertalent“ prügelt Frau ins Krankenhaus

Ein selbsternannter Rapper fällt durch Brutalität statt Talent auf – nun kassierte er die Strafe. Der Angeklagte musste sich wegen gefährlicher Körperverletzung in zehn Fällen verantworten. Opfer war seine Ex-Ehefrau, die er vom März 2016 bis zum Mai 2017 ständig verprügelt hatte.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden. Rico L. braucht anscheinend Publikum. Der 33-Jährige hatte sich mit einem anderen jungen Mann mal als Duo bei der RTL-Show Supertalent versucht. Beide wurden nach 40 Sekunden mit einem markigen Spruch von Dieter Bohlen raus gebuzzert. Die beiden Rapper haben danach RTL und die Produktionsfirma wegen Verleumdung und übler Nachrede angezeigt. Da steht eine Entscheidung noch aus. In einem anderen Verfahren fiel nun ein Urteil am Amtsgericht Dresden. Der Angeklagte musste sich dort wegen gefährlicher Körperverletzung in zehn Fällen verantworten. Auch da, so der Richter, produzierte er sich entsprechend.

Opfer war seine Ex-Ehefrau, die er vom März 2016 bis zum Mai 2017 ständig verprügelt hatte. Er verpasste ihr Faustschläge ins Gesicht und den Bauch, würgte sie, trat ihr gegen die Wirbelsäule, stieß sie zu Boden. Rico L. attackierte sie in der Wohnung, bei Bekannten, bei einem Ausflug nach Prag und selbst unmittelbar neben dem Polizeirevier in Prohlis.

Der Angeklagte prügelte selbst auf die behandelten Wunden ein. So hatte er der Frau so stark auf die Ohren geschlagen, dass ihr eine Drainage gelegt werden musste. Als sie aus der Klinik kam, schlug er noch einmal auf das verletzte Ohr. Ein anderes Mal prügelte und trat so stark auf sie ein, dass sie einen Bandscheibenvorfall erlitt und operiert werden musste. Die Frau hat noch heute physische und vor allem psychische Probleme.

Rico L. räumte die Taten ein und entschuldigte sich tränenreich. Meinungsverschiedenheiten hätten sich hochgeschaukelt, es gab Streit und dann Prügel. Man trennte sich, kam wieder zusammen, obwohl man nicht zusammen passte. Eine schwierige Beziehungskiste – der Angeklagte löste Probleme dann mit der Faust.

Er war bereits im März vom Amtsgericht Eilenburg wegen Tätlichkeiten gegen seine Frau zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt worden. Dieses Urteil floss in die gestrige Dresdner Entscheidung ein. Rico L. wurde einmal zu einem Jahr und sechs Monaten und einmal zu sechs Monaten verurteilt. Beide Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt.

Von Monika Löffler

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