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Möbelriese Porta plant Riesenhaus in Dresden-Rähnitz

Möbelriese Porta plant Riesenhaus in Dresden-Rähnitz

Dresden boomt, vom Aufschwung wollen alle etwas haben. So holt auch der Möbelriese "Porta" seine Pläne aus der Schublade, im Gewerbegebiet "Airportpark Dresden" an der Wilschdorfer Landstraße bei Rähnitz ein riesiges Einrichtungshaus zu errichten.

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Viel Fläche und ein Globus-Baumarkt: Der Airportpark ist alles andere als ausgelastet. Porta will das mit einem Riesenmöbelhaus ändern.

Quelle: Dietrich Flechtner

Bereits im Januar hat die Porta Möbel Verwaltungs GmbH in Porta Westfalica die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens beantragt.

Dieses beabsichtigt laut Stadt die planungsrechtliche Sicherung eines Möbelhauses mit einer Verkaufsfläche von 36 5000 Quadratmetern plus 4500 Quadratmeter Verkaufsfläche für die Porta-Discount-Marke "Möbel Boss". Zum Vergleich: Ikea im Elbepark hat 15 200 Quadratmeter, Möbel Kraft in Altfranken 14 000. Bereits 2001 hat Porta die Flächen in dem Gewerbegebiet an der Autobahn erworben, sich aber zwischenzeitlich von den bereits damals präsentierten Plänen verabschiedet.

Die Pläne stoßen auf ein massives Problem, das schon 2001 bestand: Der "Airportpark" ist eigentlich für gewerbliche Nutzung vorgesehen, am liebsten hätte die Stadt dort produzierendes Gewerbe. Das Gewerbegebiet sei ein Schwerpunktgebiet für gewerbliche Bauflächen im Dresdner Norden, heißt es in einer Vorlage, die auf einer der nächsten Sitzungen des Ortsbeirats Klotzsche diskutiert werden soll, ehe der Wirtschaftsförderungs- sowie der Bauausschuss des Stadtrates darüber befinden.

6,3 Hektar Potenzialraum für Hochtechnologieunternehmen würden in eine Sondernutzung umgewandelt, wenn das Einrichtungshaus kommt. Die Flächen, die der Möbelriese bebauen will, hätten aber eine strategische Bedeutung für größere Unternehmensansiedlungen oder Verlagerungen von wachsenden Betrieben. Schon 2001 sprachen die Stadtplaner bei den Porta-Plänen von einer "Kröte", die die Stadt schlucken solle.

Nicht weniger schwer dürfte die Tatsache wiegen, dass Porta mit 4100 Quadratmetern Verkaufsfläche für zentrumrelevante Sortimente plant. Die Stadtplaner geben zu bedenken, dass dies in etwa den Gesamtverkaufsflächen des Ortsteilzentrums Wasaplatz entspreche. Es sei zu prüfen, ob das mit dem Zentrenkonzept der Landeshauptstadt vereinbar sei.

Zusammen mit dem Globus-Baumarkt verfüge das Gewerbegebiet bei Rähnitz mit Porta über 53 000 Quadratmeter Verkaufsfläche und sei damit der Kategorie Komplexer Einzelhandelsstandort zuzuordnen. Das Zentrenkonzept lege aber fest, dass ein weiteres Flächenwachstum dieser Standorte am Stadtrand zu vermeiden sei, so die Stadtplaner.

Die Stadt fordert eine intensive Prüfung der Verträglichkeit des Vorhabens. Porta hat bereits geliefert und die Studie eines Dortmunder Büros vorgelegt, in der die konzeptionellen und landesplanerischen Rahmenbedingungen des Vorhabens untersucht wurden. Die Prüfer kommen - welch Wunder - zu dem Schluss, dass der geplante Möbelmarkt mit dem Zentrenkonzept durchaus in Einklang gebracht werden kann. Die Studie und die Pläne von Porta werden für heftige Diskussionen sorgen. Das Unternehmen selbst äußerte sich gestern noch nicht zu seinen Absichten.

Porta betreibt in ganz Deutschland 22 Einrichtungshäuser. Das Familienunternehmen erwirtschaftete 2012 einen Jahresumsatz von rund 1,2 Milliarden Euro. Es beschäftigt bis zu 6000 Mitarbeiter.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.10.2013

Baumann-Hartwig, Thomas

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