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Dresden Lokales So sieht Modedesign „Made in Dresden“ aus
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15:42 23.02.2019
Die Abschlussarbeit „Fusion“ der Designerin Miriam Goerdt (24 Jahre) mit Model Leandra Quelle: Anja Schneider
Dresden

Dresdens künftige Modedesigner kommen von der Fachhochschule Dresden (FHD): Am Freitag präsentierten die Modedesign-Studierenden Miriam Goerdt, Laura-Sophia Schmidt und Nadja Herklotz ihre Abschlusskollektionen. Seit Oktober fließt täglich Herzblut in die Vorbereitungen – nun wurden erstmals die Ergebnisse präsentiert.

Die Themen hätten dabei unterschiedlicher nicht sein können: Um Wurzeln und Wachstum, Tradition und Innovation drehte sich Miriam Goerdts Kollektion „Fusion“. „Ich habe mit alter Spießigkeit und neuen Ideen gespielt“, erzählt die 24-Jährige. Besonders spannend fand sie den Aspekt „Meanswear“, da die Körperform von Männern so anders ist.

Ihre Kollegin Nadja Herklotz widmete sich dagegen dem Thema „Nachhaltigkeit“. „Design und Nachhaltigkeit gehen nicht immer zusammen, das habe ich gemerkt“, sagt die 22-Jährige. „Ich musste Abstriche machen. Das wollte ich kennzeichnen“. Gelbe Elemente an er Kleidung zeigen deshalb, was nicht nachhaltig ist.

Laura-Sophia Schmidt hat eine Kollektion für die Dresdner Band „Mortus Memoria“ entworfen. Leder und schwarze Stoffe treffen dabei auf klassische Spitze. „Mit den Schnittmustern habe ich mir wirklich eine Herausforderung gestellt – aber es hat sich gelohnt.“ Die 22-Jährige überlegt, gleich noch einen Master an ihr Studium anzuhängen.

Modedesign-Professor Joachim Baumgartner ist stolz auf die drei Absolventinnen. „Es ist wirklich toll, die Spannung und Emotionen der Kollektion zu sehen.“ Seit 2008 gibt es den Studiengang an der FH Dresden. Nur neun Studierende insgesamt, drei pro Jahrgang, absolvieren dort die kreative Ausbildung. Kollektionen und Skizzen entwickeln, handwerkliche Betreuung, Produktions- und Materialkunde, Schnitte erstellen – die Lerninhalte des Studiums sind breit aufgestellt, erklärt Baumgartner.

„Leider bekommt Mode heute wenig Wertung“, so der Professor. „Wir haben hierzulande kaum Produktionen mehr. Deshalb fehlt oft die Wertschätzung, wie aufwendig es ist, ein Kleidungsstück anzufertigen.“

Aber auch das Thema Konsum spiele eine große Rolle. „Es geht darum, zu verkaufen. Natürlich ist es Luxus, dass wir Mode heute überall in den Großketten erwerben können. Aber der Verbraucher hat Macht mit seinem Geld: Oft wird durch niedrige Preis, so viel gekauft, dass Mode ihren Wert verliert“, betont Baumgärtner. Umso wichtiger sei es, umzudenken. Dafür gebe es im FHD-Studium viel Raum.

Der Öffentlichkeit präsentieren die drei jungen Frauen ihre Kollektionen am Freitag, 1. März, im Rahmen eines selbst organisierten Events im Kraftwerk Mitte, Wettiner Platz 7. Die Abschlussmodenschau mit Aftershowparty, zu der über 300 Gäste erwartet werden, ist zugleich Prüfung für die künftigen Modedesign-Absolventinnen im Fach „Eventrealisierung“. Studentin Nadja Herklotz verrät: „Seit einem halben Jahr sind wir deswegen ununterbrochen aufgeregt – das wird ein schöner Abschluss.“

Von Annafried Schmidt

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