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Lokales Modernes Kombibad in Dresden-Prohlis soll 2020 fertig werden
Dresden Lokales Modernes Kombibad in Dresden-Prohlis soll 2020 fertig werden
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17:53 08.05.2018
Das neue Kombibad in Prohlis soll 2020 fertiggestellt werden. Quelle: Krieger Architekten & Ingenieure
Dresden

Das Freibad Prohlis gibt derzeit ein trostloses Bild ab. Trotz strahlendem Sonnenschein sind die Liegewiesen verwaist. Auf dem Startblock liegt ein Schild mit der Aufschrift „Gesperrt“. Und im großen Becken ist kein Wasser mehr, als hätte jemand den Stöpsel gezogen. Der erste Eindruck trügt nicht – während die Hallenbad in Prohlis weiter geöffnet hat, bleibt der Freibadbereich in dieser Saison geschlossen. Das hat einen guten Grund: Auf dem Gelände beginnen die Arbeiten für einen groß angelegten Umbau.

Rohbauarbeiten ab diesem Jahr geplant

Die Dresdner Bäder GmbH plant, auf dem Areal ein modernes Kombibad zu errichten. Über 20 Millionen Euro will die Gesellschaft dafür in die Hand nehmen. Auch Fördermittel sind bereits beantragt. Bäder-Chef Matthias Waurick rechnet mit rund zwei Jahren Bauzeit. Im Jahr 2020 sollen die Arbeiten am neuen Hallen- und Freibad planmäßig beendet sein. „Wir erwarten in diesem Monat noch die Baugenehmigung, sodass wir im Herbst ausschreiben und möglichst noch in diesem Jahr mit den Rohbauarbeiten beginnen können“, erklärt Waurick.

Rund 17 000 Besucher zählt das Prohliser Bad jährlich. Mit dem Umbau möchte die Dresdner Bädergesellschaft eine größere Bandbreite abdecken und noch mehr Menschen an den Standort locken. „Viele aus dem Einzugsgebiet gehen lieber ins Geibeltbad Pirna“, weiß Waurick. „Mit dem modernen Konzept soll sich das ändern.“

Wasserfläche verdoppelt sich

Die Besucher erreichen das Kombibad künftig über einen weitläufigen Vorplatz, der an die Straßenbahnhaltestelle Georg-Palitzsch-Straße grenzt. Dort befindet sich derzeit noch das leerstehende Freibadbecken. Es soll jedoch noch in diesem Sommer abgerissen werden. Auf der Fläche lässt die Bädergesellschaft stattdessen eine moderne Schwimmhalle mit Röhrenrutsche bauen. Insgesamt wird den Gästen des Kombibades doppelt so viel Wasserfläche wie bislang zur Verfügung stehen.

„Der neue Standort der Schwimmhalle erfährt auch aus städtebaulicher Sicht eine Aufwertung. Während der alte Bau an der Senftenberger Straße eher in den Hintergrund geraten ist, wird das neue Hallenbad als Auftakt für die Prohliser Allee zu verstehen sein. Dadurch steht Bad stärker im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung“, meint Projektsteuerer Heinrich Seiling.

Sprunghalle und Erlebnisbereich

Die neue Schwimmhalle ist in drei Abschnitte geteilt: Ein Becken mit sechs 25-Meter-Bahnen wird den Schul- und Vereinssport ermöglichen. Zudem ist ein Erlebnisbereich mit Rutsche, Sprudelliegen, Kletterfisch und Planschbecken angedacht.

Als Highlight gilt das dritten Becken: Hinter einer gläsernen Trennwand soll eine Sprunghalle entstehen. Von den Türmen sind Sprünge aus einem, drei und fünf Metern Höhe ins 3,50 Meter tiefe Becken möglich. „Das Becken in der Sprunghalle ist mit einem Hubboden ausgestattet. Dadurch kann die Wassertiefe variiert werden“, erläutert Waurick. „Zu besuchsschwachen Zeiten kann der Hubboden angehoben werden. Dann können in der Sprunghalle Kitaschwimmkurse oder Seniorenkurse stattfinden. So sprechen wir ein breites Publikum an.“

Im Außenbereich direkt neben der Halle sieht die Planung eine erhöhte Sonnenterrasse vor. Von dort aus haben die Gäste einen direkten Zugang zum Erlebnisbecken im Freien sowie zum Freiluftbecken mit vier 25-Meter-Bahnen. Ergänzt wird der Freibadbereich durch ein Kinderplanschbecken, Liegewiesen, Tischtennisplatten, einen Spielplatz und ein Beachvolleyballfeld.

Gastronomie für alle Badegäste

Eingeplant ist auch ein Gastronomiebereich in zentraler Lage. Das Gastronomieangebot kann sowohl von Freibadgästen als auch von Besuchern des Hallenbades genutzt werden.

Eine Sauna werden die Besucher im Prohliser Kombibad vergeblich suchen. Nach Angaben der Dresdner Bäder GmbH sei ein Saunabereich für den Standort schlichtweg nicht rentabel.

Schwimmhalle bleibt vorerst geöffnet

Während der Bauarbeiten bleibt die alte Schwimmhalle geöffnet. Auf den vier Bahnen können Schüler, Leistungs- und Hobbysportler weiterhin ihre Ausdauer trainieren. Erst wenn die neue Halle ihren Betrieb aufgenommen hat, wird der Zweckbau aus dem Jahr 1988 geschlossen und abgerissen. Aufgrund von statischen und energetischen Problemen sei laut Dresdner Bädergesellschaft ein baldiger Abriss notwendig. An Stelle der Halle entstehen rund 140 Fahrradstellflächen und ein Parkplatz mit 70 Pkw-Stellplätzen.

Von Junes Semmoudi

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