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Lokales Modedesign aus Dresden präsentiert
Dresden Lokales Modedesign aus Dresden präsentiert
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09:37 28.06.2017
Extravagante Abendkleider für die Sportler-Gala, entworfen von den Nachwuchsdesignerinnen im vierten Semester Miriam Goerdt (Model: Sarah Berger-Schütze, links), Laura-Sophie Schmidt (auch Model) und Nadja Herklotz (Hanyi Kim, rechts).   Quelle: Fotos (3): Dietrich Flechtner
Dresden

 Das Ende der Semester an den Universitäten naht und das heißt für viele Studierende: Prüfungszeit. Während einige noch büffeln, geht es für andere diese Woche ans Eingemachte. Studentinnen der Fachrichtung Modedesign an der Fachhochschule Dresden (FHD) im zweiten und vierten Semester präsentieren ihre Semesterabschlussarbeiten vor der Prüfungskommission – und haben vorab schon einmal einen Blick auf ihre Stücke und Kollektionen gewährt.

Stile bekannter Mode-Ikonen des vergangenen Jahrhunderts, transportiert in die Modewelt von heute: Schöpferinnen sind die Zweitsemester Lara-Marie Lipp (Model: Julia Klare), Anna-Sophie Jungnickel (Saskia Kirchner), Saskia Trute (Céline Marten) und Marilena Stock (Anna-Lena Schölzke), v.l. Quelle: Dietrich Flechtner

Ein schwieriges Thema hatten die jungen Damen aus dem Jahrgang MD15 (Studienbeginn 2015) zu bewältigen: Sportliche Abendkleider. „Jede hat eine Sportart mit dazugehöriger Sportlerin zugeteilt bekommen sowie einen Designer, an dessen Stil sie sich zu orientieren hatten“, erklärt Dozentin Eva Howitz. „Aufgabe war, ein Kleid zu entwerfen, welches die Sportlerin etwa bei der Gala zur Sportlerin des Jahres tragen könnte.“ Nachwuchsdesignerin Nadja Herklotz musste sich mit Dressurreiterin Isabell Werth auseinandersetzen. „Mit dieser Sportart hatte ich noch nie etwas zu tun. Ich habe beschlossen, den Aspekt zu nutzen, dass das Pferd geleitet wird und sich in einer für sich unnatürlichen Art bewegt. Das Hosenkleid orientiert sich an anderen Fixpunkten, passt sich nicht an die Körperformen an. Ich habe sozusagen die Mode dressiert.“ Das Tennis-Dress für Angelique Kerber von Laura-Sophie Schmidt hingegen orientiert sich farblich am „Weißen Sport“ und spielt mit den Formen von Schläger und Ball.

Etwas offener gestaltete sich die Wahl für die Zweitsemester von Dozent Torsten Berndt. Sie konnten eine Modeikone des 20. Jahrhunderts, wie Brigitte Bardot, Janis Joplin oder Charlotte Rampling, auswählen und ihren Stil in die heutige Zeit transportieren. „Die Studenten mussten sich Gedanken machen, was stilprägend für die von ihnen ausgewählte Ikone war und diese Idee ins 21. Jahrhundert tragen“, so Berndt.

Wichtig war für die Studentinnen nicht nur die Kleidung, sondern auch den Charakter ihrer Ikonen darzustellen. „Ich wollte keine Kopie erschaffen, aber klare Merkmale verwenden, sodass man die Person wiedererkennt“, sagt Anna-Sophie Jungnickel. „Insgesamt hatten wir sehr viele Freiheiten beim Arbeiten“, ergänzt Marilena Stock.

Die MD14, die sich im letzten Semester befindet und ebenfalls von Berndt betreut wird, hat noch etwas Zeit für ihre Bachelorarbeit. Ihre vorläufigen Kollektionen, mit denen sie zukünftige Trends – ob auf Funktionalität oder verschiedene Lebensbereiche bezogen – aufspürten, zeigten sie trotzdem schon einmal.

„Ich habe mir die traditionelle Kluft der Wandergesellen vorgenommen“, beschreibt Vivien Woltersdorf ihre in Dunkelblau und Gelb gehaltene Kollektion. „Ich habe mir Gedanken gemacht, wie so etwas heute aussehen würde und wie man mit wenig Teilen viele Outfits kreieren kann.“

Von Gerrit Menk

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