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Lokales Mit „Sichtbares und Unsichtbares“ ist die Kinderuni in das Sommersemester gestartet
Dresden Lokales Mit „Sichtbares und Unsichtbares“ ist die Kinderuni in das Sommersemester gestartet
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13:01 29.03.2018
Prof. Gesche Pospiech ist spezialisiert auf die Didaktik in der Physik. Im Hörsaalzentrum entführte sie junge Besucher der Kinder-Uni in die Welt des Lichts. Quelle: Foto: Dietrich Flechtner
Dresden

Physiklehrer haben es nicht leicht. Sie werden mit der Aufgabe konfrontiert, Kinder für ein theorielastiges Unterrichtsfach zu begeistern. Trockene Begriffe wie „Polarisation“ oder „Fluoreszenz“ für die Kleinen greifbar zu machen, das ist die hohe Kunst. Einen Lösungsvorschlag präsentierte TU-Professorin Gesche Pospiech am Dienstagabend beim Auftakt des Kinderuni-Sommersemesters. Der Vorlesung „Sichtbares und Unsichtbares“ mangelte es vor allem an einem nicht: an kreativen Experimenten.

Nebelmaschinen, Laserpointer, Neonlicht und bunte Plüschtiere – mithilfe von Anschauungsmaterial erklärte Pospiech den neugierigen Kindern, wie Farben entstehen und wie ein Farbdrucker funktioniert. Als Assistent Göran Trönicke einen Lichtstrahl mit einem Prisma aufspaltete, ging zum ersten Mal ein Raunen durch den Hörsaal. „Ein Regenbogen“, riefen die Kleinen aufgeregt. Auch der farblose Plastik-Schmetterling, der durch das bloße Auflegen einer Polarisationsfolie in allen Farben leuchtete, beeindruckte die jungen Besucher zutiefst. Mutig legte die Professorin für Lehramt Physik nach und erklärte, dass es auch Licht gebe, die nicht sichtbar sei. Den Kindern stand die Verwunderung ins Gesicht geschrieben. Als die Aufnahmen einer Infrarotkamera auf die großen Leinwand erschienen, wurde den jungen Zuschauern einiges klar. „Es gibt also Licht, dass aufgrund seiner Wellenlänge nur mithilfe von speziellen Instrumenten zu sehen ist“, betonte Pospiech. Die Kinder schrieben brav mit.

„Die Kleinen haben gut mitgemacht. Sie waren begeisterungsfähig und konnten ihr Wissen einbringen“, erklärte die Referentin nach ihrer ersten Kinder-Vorlesung. „Ein Vortrag für Grundschulkinder, das ist schon eine Herausforderung. Man kann nicht so viel Wissen voraussetzten und man muss Geschichten erzählen, um Spannung zu halten.“

Anscheinend hat es Knirpsen gefallen. Nach der Vorlesung versammelte sich eine Kindertraube um Gesche Pospiech. Sie nahm sich Zeit, gab Autogramme und beantwortete offene Fragen. Nur ein Junge schaffte es, die Routinierin kurz aus ihrem Konzept zu bringen: „Was ist Licht überhaupt?“ wollte der Kleine wissen. Schmunzelnd räumte Pospiech ein: „Das lässt sich nicht so genau sagen. Tut mir leid.“ Ohne Antwort verließ der Junge den Hörsaal – jedoch um die Erkenntnis bereichert, dass auch Lehrer und Professoren nicht immer alles wissen.

Von Junes Semmoudi

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