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Lokales Missbrauchsskandal bei der Parkeisenbahn: SBG beauftragt Sachverständigen
Dresden Lokales Missbrauchsskandal bei der Parkeisenbahn: SBG beauftragt Sachverständigen
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18:14 17.02.2017
Rechtsanwalt und ehemaliger sächsischer Datenschutzbeauftragter Thomas Giesen.  Quelle: Andre Kempner
Dresden

Die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH (SBG) hat bei der Staatsanwaltschaft Dresden Anzeige wegen des Verdachts der Vertuschung einer Straftat erstattet. Zudem hat SBG-Geschäftsführer Christian Striefler den Rechtsanwalt Thomas Giesen beauftragt, die teilweise schon länger zurückliegenden Vorgänge bei der Parkeisenbahn zu untersuchen und aufzuarbeiten. Giesen war von 1992 bis 2003 sächsischer Datenschutzbeauftragter und soll die Vorfälle rund um den Missbrauchsskandal bei der Parkeisenbahn, der im vergangenen Dezember öffentlich wurde, näher unter die Lupe nehmen. Geklärt werden soll, zu welchen Zeitpunkten was genau geschehen ist und wer davon gewusst haben könnte. Auch das Handeln einzelner Personen des Fördervereins und der Parkeisenbahner sowie von Angestellten der SBG und betroffener Eltern soll bewertet werden. Alle bei der SBG beschäftigen Personen sind angewiesen, Giesen entsprechende Informationen bestmöglich zu erteilen und auch für Befragungen zur Verfügung zu stehen.

Die Saison bei der Parkeisenbahn beginnt bereits im April, der Bericht soll jedoch deutlich vorher erscheinen. Er soll Gesellschafter und Aufsichtsrat schnellstmöglich bekannt gemacht werden, ebenso der Öffentlichkeit, sofern die Ergebnisse nicht dem Daten- oder Opferschutz unterliegen. Ebenfalls vor der Saison wollen Parkeisenbahn, Förderverein und Eltern Maßnahmen zum Kinderschutz und auch zur Organisation des Betriebes entwickeln. Die SBG wird zum laufenden Verfahren keine Auskünfte mehr geben, ebenfalls wird sie sich erst wieder zum Thema äußern, wenn der Untersuchungsbericht vorliegt.

Im Dezember 2016 wurde der Fall eines Missbrauchs bei der Parkeisenbahn bekannt, in dessen Folge sich noch mindestens vier weitere ergeben haben. Von weiteren Vorfällen, die teilweise bis ins Jahr 2010 zurückreichen, wird ausgegangen. Angeblich besitze jemand aus dem Umfeld der Parkeisenbahn eine Liste mit zahlreichen weiteren Vorwürfen.

Von Gerrit Menk

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