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Lokales Ministerin Giffey bäckt in der Johannstadt
Dresden Lokales Ministerin Giffey bäckt in der Johannstadt
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15:01 26.05.2018
Viele Hände, eine Schüssel: Familienministerin Franziska Giffey (SPD) beim Teigkneten mit Tarja (4), Cloe (3) und Caroline (3; v.l.). Quelle: Anja Schneider
Dresden

Medienrummel im Johannstädter Bönisch-Garten: Die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) kam zu Besuch und mit ihr zahlreiche Reporter der großen Medienhäuser. Am deutschlandweiten „Tag der Nachbarn“, der vom Bundesfamilienministerium unterstützt wird, buk die Ministerin am Freitag mit der Dresdner Nachbarschaftsinitiative „Kornkreise“, Sachsens Staatsministerin für Integration und Gleichstellung Petra Köpping (SPD) zusammen mit rund 50 Kindern Brot im Bönischgarten.

Die „nebenan.de Stiftung“ hat den Aktionstag ausgerufen, um Nachbarschaftsstrukturen zu stärken. Ob mit Mehl aushelfen oder im Urlaub die Blumen gießen, Nachbarn können das Leben vereinfachen. In Dresden haben 28 Nachbarschaftsinitiativen den Aktionstag zum Anlass für ein kleines Fest unter Nachbarn genommen. Auf einer Internetseite der „nebenan.de Stiftung“ konnten engagierte Menschen im Vorfeld ihre Aktion eintragen und so Anwohner auf die Treffen aufmerksam machen.

Seit dem vergangenem Jahr kommen die Anwohner im Bönischgarten zusammen. „Jeden Mittwoch essen wir gemeinsam und gärtnern zum Beispiel im Anschluss“, erzählt Andrea Schubert, die das Projekt mit iniziiert hat. Regelmäßig kommen so rund 20 Nachbarn zusammen.

Aus den vielen Dresdner Nachbarschaftsprojekten sei die Wahl auf die „Kornkreise“ im Bönischgarten gefallen, weil Giffey gezielt ein aktive Projekt besuchen wollte, das in der Nachbarschaft selbst etwas entstehen ließe, sagt Ina Brunk von „nebenan.de“. Nach dem Kneten und Formen ging es für die Familienministerin auf ihrer Tour am Freitag durch Sachsen noch weiter. Unter anderem besuchte sie Kindergärten und machte Station in Pirna.

Dort kündigte Giffey bei einem Besuch der Lessing-Grundschule und dem AWO-Hort an, dass Bundesprogramm „Demokratie leben!“ zu entfristen. Damit können Projekte, die sich gegen Extremismus und für Demokratie einsetzen, auch nach 2019 über das Bundesprogramm gefördert werden. Im Haushalt 2018 hat das Bundesfamilienministerium rund 115 Millionen Euro für die Fortführung eingeplant. Das sind noch einmal rund 10 Millionen mehr als im vergangenem Jahr. Köpping betonte die Wichtigkeit der Förderverlängerung auch für das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ (WOS). In diesem Projektrahmen erhielten Initiativen für Demokratieförderung im Freistaat in diesem Jahr bereits rund 1,2 Millionen Euro Fördergelder aus dem WOS.

Beim Brotbacken im Bönischgarten waren Kinder aus der Kita „Biopolis“ mit dabei. Die Dresdner Johannstadt gehört zu den Stadtvierteln, in denen viele Nationalitäten zusammen leben. Vielleicht hat sich Giffey dadurch in die Vergangenheit zurückgesetzt gefühlt. Denn ihre politische Karriere begann die SPD-Politikerin im bunten Berliner Stadtteil Neukölln. Im April 2015 trat sie als Bezirksbürgermeisterin von Neukölln die Nachfolge von Heinz Buschkowsky. Mit „Neukölln ist überall“ belegte sein Buch über seine Amtserfahrungen mit Integration im Jahr 2012 wochenlang die Bestseller-Listen.

Von Tomke Giedigkeit & Daniel Förster

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