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Lokales Millionenschweres Vorhaben: Gymnasium Cotta wird bis 2023 komplett saniert
Dresden Lokales Millionenschweres Vorhaben: Gymnasium Cotta wird bis 2023 komplett saniert
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10:00 08.09.2018
So soll das Gymnasium in Cotta nach der Sanierung aussehen. Quelle: Stadtverwaltung Dresden
Dresden

Der Mangel ist offensichtlich: An etlichen Stellen bröckelt der Putz, an den alten Fenstern blättert der Lack ab. Und auch hinter der Fassade des Gymnasiums Cotta an der Cossebauder Straße sieht es nicht besser aus. Die Technik im Ge­bäude ist marode, viele Bauteile sind verschlissen. Als mangelhaft hat die Stadt die Bausubstanz des Erlweinbaus eingestuft. Eine Situation, von der sich am Freitagvormittag Sachsens So­zialministerin Barbara Klepsch (CDU) vor Ort ein Bild machen konnte – und die bei ihrem Be­such einen im Dresdner Rathaus bereits langersehnten Scheck herrüberreichte.

Die Stadt will im Sommer 2020 mit der Sanierung und den Umbau des Schulgebäudes beginnen, das Gymnasium bis An­fang 2023 komplett auf Vordermann bringen lassen. Die Planer rechnen mit Kosten von etwa 22 Millionen Euro. Etwa ein Drittel davon will der Freistaat beisteuern, den entsprechenden Fördermittelbescheid er­hielt der Dresdner Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) am Freitag aus den Händen von der Ministerin.

Die Pläne der Stadt sind durchaus am­bitioniert. Das zwischen 1903 und 1911 errichtete Schulgebäude war bei den Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört wurden. In den Nachkriegsjahren wurde die Schule zwar wieder aufgebaut – allerdings auch nur nach den seinerzeit arg begrenzten Möglichkeiten. Für die Sanierung jetzt nimmt sich die Stadt die Entwürfe von Erlwein teils als Vorbild, will un­ter anderem das Dach mit seinem Türmchen auf dem Mittelteil ans Original angelehnt herrichten lassen.

Der bröcklige Putz an der Fassade wird abgeschlagen und neuer nach denkmalpflegerischen Vorgaben aufgetragen. Nur am Südflügel können sich die Bauleute diese mühsame Arbeit sparen – denn der war bereits zwischen 2005 und 2007 nach Vorgaben des Denkmalschutzes erneuert worden. Auch die alten Fenster fliegen raus, werden durch neue aus Holz ersetzt. Und: Anders als von Erlwein seinerzeit ge­plant, erhält der Mittelteil der Schule ei­nen zentralen Eingang.

Tüchtig ranglotzen werden die Handwerker aber auch im Inneren des Gebäudes. Sie richten die Klassenräume und Fachkabinette neu her, unter anderem werden die Originaltüren der Klassenzimmer nachgebaut. Zugleich lässt die Stadt die Räume teils neu an­ordnen und ge­winnt so neuen Platz. Statt fünf Klassen einer Jahrgangsstufe soll die Schule künftig sechszügig betrieben werden. Während der etwa zweieinhalbjährigen Bauzeit werden die Schüler zunächst allerdings am Ausweichstandort am Terrassenufer unterrichtet.

Doch nicht nur fürs Gymnasium in Cotta macht der Freistaat viel Geld locker. Sachsens Bildungsminister Christian Pi­warz (CDU) war am Freitag ebenfalls mit dem Scheckheft unterwegs, überreichte Hartmut Vorjohann am Nachmittag im Hechtviertel weitere 3,5 Millionen Euro für den geplanten Bau einer Grund­schule an der Lößnitzstraße. Dort will die Stadt bis zum Sommer 2020 auf dem alten Drewag-Gelände die 148. Grundschule hochziehen lassen. Die Schule soll zweizügig betrieben werden und bereits mit dem Schuljahr 2019 starten – bis zur Eröffnung des Neubaus zunächst noch mit untergebracht im Ge­bäude der 30. Grundschule „Am Hechtpark“. Der Neubau inklusive Hortbereich und einer Einfeldsporthalle kostet insgesamt 16,5 Millionen Euro.

Von Sebastian Kositz

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