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Lokales Millionendeal am Dresdner Neumarkt
Dresden Lokales Millionendeal am Dresdner Neumarkt
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18:11 14.06.2016
Das Quartier VI liegt neben dem Kulturpalast.  Quelle: Jeschke
Dresden

 Spektakuläres Immobiliengeschäft in Dresden: Das Immobilienunternehmen USD (Unser schönes Dresden) Immobilien GmbH hat das Palais „City One“ am Neumarkt an die Patrizia Immobilien AG mit Sitz in Augsburg verkauft. „Bei der Immobilie handelt es sich um ein qualitativ hochwertiges Objekt in absoluter Toplage sowohl für die Wohn- als auch Gewerbeeinheiten. Wir freuen uns, dass wir diese einmalige Investitionschance für unsere Kunden nutzen konnten“, erläutert Johannes Altmayr, Chef für Akquise von Objekten bei Patrizia. Der Ankauf erfolgt den Angaben zufolge für einen von Patrizia verwalteten Immobilienfonds direkt von der USD. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, erklärte Patrizia-Sprecher Andreas Menke. Es dürfte sich um eine Millionensumme im mittleren zweistelligen Bereich handeln.

USD hatte das Grundstück für das Palais „City One“, einen großen Teil des Neumarkt-Quartiers VI, im Jahr 2013 von der Landeshauptstadt für 7,1 Millionen Euro erworben. Das Unternehmen bezifferte damals die Investitionssumme mit 42 Millionen Euro. Diese dürfte sich angesichts gestiegener Baukosten deutlich erhöht haben. „Zu diesen Zahlen erteilen wir keine Auskunft“, erklärte USD-Sprecher Ulf Mehner auf DNN-Anfrage.

Mehner teilte mit, dass USD jetzt mit dem Bau des „City One“ begonnen habe. „Wir freuen uns, dass es endlich losgehen kann“, erklärte USD-Projektleiter Arndt Anger. Von den insgesamt zehn geplanten Gebäudeteilen des „Quartiers VI“ werden jetzt neun von der USD errichtet. Das zehnte Gebäude wird von Nobelpreisträger Günter Blobel realisiert. Es handelt sich dabei um das ehemalige Kaufhaus „La petit Bazar“, das der berühmte Wissenschaftler bis Mitte 2018 fertigstellen lassen will. In diesem Gebäude sollen eine Kunstgalerie, Apartments und Wohnungen entstehen. Eine Passage soll in das Innere von Quartier VI führen.

„Wir werden die Gebäude in großen Teilen und dort wo möglich anhand der historischen Vorlagen der klassischen Dresdner Stadthäuser teils originalgetreu rekonstruieren“, kündigte Anger an. Hierzu habe sich der Bauherr mit den Behörden der Landeshauptstadt abgestimmt. Auf dem 2400 Quadratmeter großen Grundstück sollen in den nächsten drei Jahren Wohn- und Geschäftshäuser mit vier Innenhöfen und einer gemeinsamen Tiefgarage mit 86 Stellplätzen entstehen. Leitbauten in dem Quartier sind das Regimentshaus am Jüdenhof und das Dinglingerhaus in der Frauenstraße.

Die vermietbare Fläche in den neun Gebäuden liegt laut Mehner bei 8500 Quadratmetern. Auf 5400 Quadratmetern baue USD 57 barrierefreie Zwei- bis Fünf-Raum-Wohnungen. Auf den restlichen 3100 Quadratmetern entstünden 14 Büros sowie Flächen für zehn Geschäfte oder Restaurants und eine öffentliche Toilette.

Für acht Gebäude hat der Bau jetzt begonnen, die Fertigstellung des Palais „City One“ ist laut Mehner für Ende des dritten Quartals 2018 geplant. „Bei dem neunten Bauteil befinden sich alle Beteiligten derzeit noch in der Abstimmung und Planung.“ Über die Fassade des Chiapponischen Hauses wird noch gestritten. Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) fordert eine Rekonstruktion der ursprünglichen Fassade. Laut Stadtplanungsamt ist das nicht möglich, weil das historische Chiapponische Haus vor seiner Zerstörung Teil einer Gebäudezeile war, jetzt aber zum Eckhaus wird. In einem Werkstattverfahren setzte sich ein moderner Entwurf des Büros Alexander Poetzsch Architekten durch. Die GHND wirft der Stadt vor, zugunsten der Andienung des Kulturpalastes die Grundstücksgrenzen verschoben und so den Wiederaufbau des Chiapponischen Hauses verhindert zu haben.

Patrizia geht davon aus, dass das Quatier VI als Gewerbestandort von seiner einzigartigen Lage direkt gegenüber der Frauenkirche und den damit verbundenen hohen Passantenfrequenzen profitieren wird, so Menke. „Wir erwarten eine hohe Nachfrage von Gewerbemietern.“ Die Vermietung werde durch USD erfolgen. Dresden sei eine der am schnellsten wachsenden Städte Deutschlands und stelle eine der wirtschaftlich stärksten Regionen dar. Patrizia sei von dem Standort überzeugt.

Im Vorfeld des Baustarts hatte das Landesamt für Archäologie im Auftrag der USD umfangreiche Grabungen und Untersuchungen durchgeführt. Neben zahlreichen Relikten vergangener Zeiten sei auch ein Kellerbereich unterhalb des geplanten „Regimentshauses“ am Jüdenhof gefunden worden, der erhalten werden müsse. „Diesen Bereich wird die USD während der Bauarbeiten sichern. Anschließend wird er in das neu entstehende Gebäude integriert und einer privaten Nutzung zugeführt“, so der USD-Sprecher.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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