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Mietwohnungen in Dresden werden knapp

Mietwohnungen in Dresden werden knapp

Es droht Wohnungsknappheit: Bereits in fünf Jahren werden in Dresden nahezu 6570 Mietwohnungen fehlen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Pestel-Instituts in Hannover im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM).

"Wenn der Wohnungsbau in Dresden nicht deutlich zulegt, klafft eine enorme Lücke. Dann werden bezahlbare Wohnungen zur Mangelware", erklärte Matthias Günther. Der Leiter des Pestel-Instituts sieht beim Mietwohnungsbau in Dresden einen "enormen Bedarf".

Die Stadt Dresden wiederum sieht die Mietwohn-Lage nicht ganz so dramatisch. Gemäß einer Studie der Firma Empirica gebe es bis 2018 eine Nachfrage von rund 2600 Wohnungseinheiten in Mehrfamilienhäusern, teilte die Pressestelle auf DNN-Anfrage mit. Die bislang geringe Bautätigkeit liege ursächlich in dem hohen Wohnungsüberhang bzw. Leerstand begründet, verbunden mit einem relativ geringen Mietniveau und hohen Entwicklungsrisiken bei den Investoren.

Doch die Stadt sieht einen Umkehrtrend bei der bisher mauen Bautätigkeit, bedingt durch die aktuelle Bevölkerungsprognose bis 2025, die weiteres Wachstum vorsieht. So habe sich die Anzahl der Baugenehmigungen im Geschosswohnungsbau seit Bekanntgabe der Prognose verdoppelt - von 400 Wohnungen im Jahr 2010 auf 800 im Jahr 2011. Außerdem sei die Zahl der Baufertigstellungen ebenfalls stark gestiegen - von 170 Wohnungen (2009) über 148 (2010) auf 668 (2011).

Den Optimismus der Stadt mag der Mieterverein Dresden und Umgebung indes nicht teilen. Der Markt werde immer deutlicher von der Vermieterseite diktiert, betont Sprecher Mathias Wagner. "Bei Neuverträgen werden deutlich höhere Mieten verlangt als im Bestand. Mieter haben kaum noch Einfluss auf die Vertragsbedingungen - entweder sie akzeptieren die Vorgaben des Vermieters oder die Wohnung wird an einen anderen Interessenten vermietet", sagt Wagner. Im Bestand werde von vielen Vermietern inzwischen der gesetzliche Rahmen für Mieterhöhungen ausgeschöpft; Kündigungen seitens der Vermieter seien wieder an der Tagesordnung.

Wagner wiederholte die Forderung des Vereins nach einem Wohnkonzept. "Es werden immer noch Fördermittel für Wohnungsabriss beantragt und eingesetzt statt Wohnungsneubau und energetische Sanierung zu fördern", so Wagner. Seine Sorge: Der Bestand an preiswerten Wohnungen wird drastisch zurückgehen. Ralf Redemund

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.06.2012

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