Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Google+
Mieterverein in Dresden warnt vor vielen Fehlern bei angedrohten Mieterhöhungen

Wohnen Mieterverein in Dresden warnt vor vielen Fehlern bei angedrohten Mieterhöhungen

Der Dresdner Mieterverein spricht von einer Mieterhöhungswelle in der Landeshauptstadt und warnt vor einer Vielzahl von Fehlern. Bei 81 in den letzten zwei Wochen geprüften Mieterhöhungsverlangen seien in 63 Fällen Fehler aufgetreten, davon sei in 53 Fällen vom Vermieter die Wohnlage falsch gewählt worden.

Voriger Artikel
Fürstlicher Mantel im Schloss Dresden
Nächster Artikel
Die Dresdner waren nicht immer Faschings-Muffel

 
 

Quelle: 79050535

Dresden.  Der Dresdner Mieterverein spricht von einer Mieterhöhungswelle in der Landeshauptstadt und warnt vor einer Vielzahl von Fehlern in den Berechnungen der Vermieter. Bei 81 in den letzten zwei Wochen geprüften Mieterhöhungsverlangen seien in 63 Fällen Fehler aufgetreten, davon sei in 53 Fällen die Wohnlage falsch gewählt worden. Wenn eine Mieterhöhung ins Haus flattere, unterschrieben viele Mieter einfach und erhöhten zähneknirschend ihren monatlichen Dauerauftrag – ohne zu prüfen, ob das Mieterhöhungsverlangen berechtigt sei. Der Mieterverein Dresden und Umgebung e.V. weist darauf hin, dass eine Prüfung jedoch dringend nötig sei: Häufig seien Mieterhöhungen falsch und deshalb nicht berechtigt.

Die Mieterhöhung zur ortsüblichen Vergleichsmiete erfolgt laut Mieterverein im sogenannten Zustimmungsverfahren. Das bedeute: Der Vermieter verlangt vom Mieter unter Angabe gesetzlich definierter Voraussetzungen (§ 558 BGB) die Zustimmung zu einer Mieterhöhung. Der Mieter sollte ein Erhöhungsverlangen aber immer prüfen. Das sei deshalb wichtig, da er natürlich nur zustimmen müsse, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Sei die Mieterhöhung nur teilweise berechtigt, reiche auch die Erklärung einer Teilzustimmung.

Verdacht auf unrechtmäßige Mieterhöhungen – Dresdner Vonovia in der Kritik

Stimmt der Mieter der Mieterhöhung nicht zu, kann der Vermieter auf Zustimmung klagen. In dem Fall wird das Gericht prüfen, ob das Erhöhungsverlangen formell und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen genügt. Schweigen sei keine Zustimmung, betonte der Mieterverein. Selbst wenn der Mieter die höhere Miete einfach zahlt oder im Rahmen einer dem Vermieter gegebenen Einzugsermächtigung abbuchen lässt, riskiere er eine Zustimmungsklage des Vermieters.

Im Rahmen der aktuellen Welle von Mieterhöhungen in der Landeshauptstadt stellte der Mieterverein fest, dass in den innerhalb von zwei Wochen geprüften 81 Mieterhöhungen seien 55 Fälle mit einer überhöhten Mietforderung verbunden gewesen. In 53 Fällen habe der Vermieter eine falsche Wohnlage gewählt. Häufig sei anstelle der mittleren Wohnlage eine gute Wohnlage behauptet worden. Nach Prüfung der Mieterhöhungen durch den Mieterverein sparten Mieter durchschnittlich 30 Euro pro Monat, im Einzelfall bis zu 90 Euro monatlich oder 1080 pro Jahr. Der Mieterverein verwies auch auf die Folgen ungeprüfter Mieterhöhungen. Diese würden sich im nächsten Mietspiegel und damit bei der ortsüblichen Vergleichsmiete niederschlagen – und damit eine überhöhte Basis für die nächsten Mieterhöhungen bilden.

www.mieterverein-dresden.de

Von Ingolf Pleil

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.