Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Mieter laufen Sturm gegen Neubaupläne in der Pirnaischen Vorstadt
Dresden Lokales Mieter laufen Sturm gegen Neubaupläne in der Pirnaischen Vorstadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:36 17.02.2017
Auf diesen Freiflächen wil Vonovia bauen.  Quelle: Anja Schneider
Anzeige
Dresden

Mit einer Petition an Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) wehren sich Mieter von Mehrfamilienhäusern auf der Seidnitzer Straße sowie Zirkus- und Mathildenstraße in der Seevorstadt gegen die Pläne des Vermieters Vonovia, auf Freiflächen an der Seidnitzer Straße Neubauten zu errichten. Das Wohnungsunternehmen hatte seine Pläne bereits auf einer Mieterversammlung und im Ortsbeirat Altstadt vorgestellt. Der Architekt Jens Zander hat fünf kleinere Neubauten zwischen den Mehrfamilienhäusern konzipiert. Vonovia hat bereits eine Bauvoranfrage bei der Stadtverwaltung gestellt.

„Wir haben massive Bedenken und lehnen die Pläne ab“, erklärte Lutz Werner. Die Mieter wollen einen Verein „Pirnaische Grünstadt“ gründen, der sich für ihre Belange einsetzen soll. Das Bauvorhaben werde die klimatischen Gegebenheiten massiv verschlechtern, weil sich anstauende Warmluft nicht mehr zirkulieren könne. Die Verkleinerung von Grünflächen und die Abholzung von Bäumen und Sträuchern würde diesen Effekt verstärken. Die neuen Baukörper würden den Einfall von Tageslicht für viele Mieter verschlechtern, zählt Werner die Befürchtungen auf.

Die Freiflächen würden zum Wäschetrocknen und als Spielplätze genutzt. „Sie bilden mit den Häuserzeilen eine historische wohnbauliche Einheit, die unwiederbringlich zerstört werden würde“, erklärt Werner. Das Grün vor den Wohnhäusern sei Lebensraum für Vögel, kleine Nagetiere und Insekten. Das sei ein nicht unwesentlicher Bestandteil der Wohnqualität in dem Viertel.

Eine dichtere Bebauung werde den Mangel an Parkplätzen verschärfen, es werde auch deutlich mehr Platz für Entsorgungsbehälter benötigt. Der Schallpegel in dem Wohngebiet werde steigen, Kinder hätten nicht mehr ausreichend Spielraum im Freien, so Werner. Den Mietern sei durchaus bewusst, dass neuer Wohnraum benötigt werde. Parallel zur Seidnitzer Straße seien Flächen für den Bau zweier Häuser vorhanden, verweist er darauf, dass es nicht nur um Verhinderung gehe. „Wir wollen konstruktive Vorschläge unterbreiten. Aber der Neubau von Wohnungen darf nicht zu Lasten von Wohnqualität sowie Umwelt- und Naturschutz gehen.“

Vonovia-Sprecherin Bettina Benner erklärte gegenüber DNN, das Unternehmen habe die Mieter frühzeitig von seinen Absichten informiert. „Wir wollen eine offene Kommunikation pflegen und gemeinsam mit unseren Mietern nach Lösungen suchen.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Sächsische Staatsministerium für Kultus hat am Donnerstag die Ausschreibung des Direktoren-Posten für die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung bekanntgegeben. Die Stelle soll laut dem Kultusministerium zum nächstmöglichen Zeitpunkt besetzt werden.

16.02.2017

Endlich ein bisschen Wärme, endlich Sonne und ein zarter Hauch von Frühling – wie sehr sich offenbar viele danach sehnen, konnte man Mittwoch und Donnerstag an vielen Stellen in Dresdens beobachten.

16.02.2017

Spätestens Mitte April rollt das letzte Auto über die Dresdner Augustusbrücke. Das teilte Dresdens Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz am Donnerstag auf DNN-Anfrage mit. Nachdem die Landesdirektion Sachsen am Donnerstag Baurecht für die Brückensanierung erteilt hat, soll es in Bälde losgehen.

16.02.2017
Anzeige