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Mieter laufen Sturm gegen Neubaupläne in der Pirnaischen Vorstadt

Vonovia Mieter laufen Sturm gegen Neubaupläne in der Pirnaischen Vorstadt

Der Vermieter Vonovia will in der Pirnaischen Vorstadt neue Wohnungen bauen. Dazu sollen Neubauten auf großzügigen Grünflächen errichtet werden. Doch die Mieter der vorhandenen Wohnhäuser sehen das Vorhaben sehr kritisch.

Viel Platz für neue Häuser? Nein, sagen die Mieter.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Mit einer Petition an Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) wehren sich Mieter von Mehrfamilienhäusern auf der Seidnitzer Straße sowie Zirkus- und Mathildenstraße in der Seevorstadt gegen die Pläne des Vermieters Vonovia, auf Freiflächen an der Seidnitzer Straße Neubauten zu errichten. Das Wohnungsunternehmen hatte seine Pläne bereits auf einer Mieterversammlung und im Ortsbeirat Altstadt vorgestellt. Der Architekt Jens Zander hat fünf kleinere Neubauten zwischen den Mehrfamilienhäusern konzipiert. Vonovia hat bereits eine Bauvoranfrage bei der Stadtverwaltung gestellt.

„Wir haben massive Bedenken und lehnen die Pläne ab“, erklärte Lutz Werner. Die Mieter wollen einen Verein „Pirnaische Grünstadt“ gründen, der sich für ihre Belange einsetzen soll. Das Bauvorhaben werde die klimatischen Gegebenheiten massiv verschlechtern, weil sich anstauende Warmluft nicht mehr zirkulieren könne. Die Verkleinerung von Grünflächen und die Abholzung von Bäumen und Sträuchern würde diesen Effekt verstärken. Die neuen Baukörper würden den Einfall von Tageslicht für viele Mieter verschlechtern, zählt Werner die Befürchtungen auf.

Die Freiflächen würden zum Wäschetrocknen und als Spielplätze genutzt. „Sie bilden mit den Häuserzeilen eine historische wohnbauliche Einheit, die unwiederbringlich zerstört werden würde“, erklärt Werner. Das Grün vor den Wohnhäusern sei Lebensraum für Vögel, kleine Nagetiere und Insekten. Das sei ein nicht unwesentlicher Bestandteil der Wohnqualität in dem Viertel.

Eine dichtere Bebauung werde den Mangel an Parkplätzen verschärfen, es werde auch deutlich mehr Platz für Entsorgungsbehälter benötigt. Der Schallpegel in dem Wohngebiet werde steigen, Kinder hätten nicht mehr ausreichend Spielraum im Freien, so Werner. Den Mietern sei durchaus bewusst, dass neuer Wohnraum benötigt werde. Parallel zur Seidnitzer Straße seien Flächen für den Bau zweier Häuser vorhanden, verweist er darauf, dass es nicht nur um Verhinderung gehe. „Wir wollen konstruktive Vorschläge unterbreiten. Aber der Neubau von Wohnungen darf nicht zu Lasten von Wohnqualität sowie Umwelt- und Naturschutz gehen.“

Vonovia-Sprecherin Bettina Benner erklärte gegenüber DNN, das Unternehmen habe die Mieter frühzeitig von seinen Absichten informiert. „Wir wollen eine offene Kommunikation pflegen und gemeinsam mit unseren Mietern nach Lösungen suchen.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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