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Lokales Mieten bei den Dresdner Wohnungsgenossenschaften steigen nur leicht
Dresden Lokales Mieten bei den Dresdner Wohnungsgenossenschaften steigen nur leicht
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08:57 04.05.2017
Die Dresdner Wohnungsgenossenschaften schauen trotz Woba-Gründung und mangelnder Bauflächen derzeit optimistisch auf den lokalen Wohnungsmarkt.   Quelle: dpa-tmn
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Dresden

 Die Dresdner Wohnungsgenossenschaften schauen trotz Woba-Gründung und mangelnder Bauflächen derzeit optimistisch auf den lokalen Wohnungsmarkt. So seien Wohnungen aktuell zwar sehr gefragt, doch einen direkten Wohnungsmangel erkenne man nicht, sagte Alrik Mutze, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Johannstadt eG (WGJ) bei der Vorstellung der gemeinsamen Jahresbilanz 2016 der acht größten Dresdner Wohnungsgenossenschaften.

Alrik Mutze, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Johannstadt eG Quelle: Sebastian Burkhardt

Der Leerstand lag 2016 bei den einzelnen Mitgliedern etwa wie im Vorjahr bei rund 0,7 bis 3,5 Prozent. „Uns geht es wirtschaftlich gut, die aktuelle Wohnmarktsituation bildet eine sichere Basis für die Zukunft“, so Mutze. Deshalb sei man auch nicht gezwungen, den vom Gesetzgeber festgelegten Rahmen zur Erhöhung der Bestandsmieten auszunutzen. Erhöht werde, wie auch in den vergangenen Jahren, punktuell und meistens in einem „gut verträglichen Rahmen“ von 10 bis 20 Euro pro Wohnung. Das betreffe in diesem Jahr für alle acht Genossenschaften wenige Tausend Wohnungen, die aber bereits rechtzeitig informiert worden seien. Die Durchschnittsmieten werden daher mit rund 5,30 Euro pro Quadratmeter rund zehn Cent über den Vorjahr liegen.

Insgesamt besitzen die acht Genossenschaften rund 60 000 Wohnungen im gesamten Stadtgebiet und sind somit fast für ein Drittel aller Einwohner verantwortlich. Großes Thema im vergangenen und auch in diesem Jahr sind sowohl Neubau als auch die Sanierung der Bestände. Dafür investierten die acht Genossenschaften 2016 rund 121 Millionen Euro, fast 20 Prozent mehr als noch 2015. Für 2017 sind rund 130 Millionen Euro dafür vorgesehen, knapp 19 Millionen Euro fallen für den Neubau an. Dieser Posten könnte aber für die Vorstände der meisten Genossenschaften deutlich höher ausfallen. Doch durch die geplante Woba fehlt es an Grundstücken, die die Stadt ursprünglich einmal den Genossenschaften zur Verfügung stellen wollte.

„Wir hatten ehrlich gesagt etwas anders geplant, doch die Verhandlungen über die Grundstücke sind mit den Plänen für die Woba-Gründung natürlich Geschichte gewesen“, sagte Alrik Mutze. Das sei schade, denn auch als Genossenschaft habe man einen sozialen Auftrag und wolle seinen Mitgliedern neue und zeitgemäße Wohnungen anbieten.

Zwar sehe man die Woba jetzt nicht direkt als Konkurrenz oder Bedrohung an, doch an einigen Stellen fühle man sich „unfair behandelt“, gaben sowohl EWG-Vorstand Jürgen Hesse als auch Alrik Mutze von der WGJ zu verstehen. So konzentriere die Politik derzeit alle Energie und Förderungen auf die Woba, die Genossenschaften als erfahrener und bewährter Partner der Stadt hingegen erhielten aber nahezu keine Unterstützung mehr. Man wolle nicht auf das Abstellgleis geraten, so Mutze.

Gemeinsam treten die acht größten Dresdner Genossenschaften seit elf Jahren in Erscheinung und organisieren regelmäßig den Dresdner Sport- und Familientag, um dort ihre Werte wie bedarfsgerechter Wohnraum, faire Mieten und soziales Miteinander vorzuleben.

Programm zum 8. Dresdner Sport- und Familientag

Die Dresdner Wohnungsgenossenschaften veranstalten am 14. Mai den 8. Dresdner Sport- und Familientag. Unter dem Motto „Denksport, Rätselspaß und Knobelei“ verwandelt sich die Cockerwiese zwischen 10 und 17 Uhr symbolisch in eine riesige Wohnung. Die Genossenschaften laden ihre Mitglieder und alle anderen Dresdner dabei zu jeder Menge Mitmachaktionen ein.
Beispielsweise gibt es den „Fitnessraum“, eine extra große Fläche mit Angeboten rund um Sport wie Joga, Orientierungslauf oder Volleyball. Der „Neugierexpress“ bietet 50 Technikexperimente und Mitmachspiele, unter anderem eine Bonbonwurfmaschine und Luftballonräder;
Für das leibliche Wohl wird mit einer Live-Cooking-Station gesorgt, zudem gibt es diverse Cateringstände und frisches Obst;
Auch für „Dresdens längste Wäscheleine“ wird wieder Unterstützung gesucht. Alle Besucher sind aufgerufen, gut erhaltene Kinderbekleidung mitzubringen und an der Leine flattern zu lassen. Im Anschluss wird mit einer Kleiderspende ein soziales Projekt unterstützt.
Begleitend gibt es ein buntes Bühnenprogramm mit Livemusik, Tanz und Zauberer. Der Eintritt ist kostenfrei, wer alle acht „Zimmer“ besucht, kann an einem Gewinnspiel teilnehmen. die Genossenschaften rechnen mit etwa  10 000 Teilnehmern.
www.wg-dresden.net/Sport-Familientag.de

Von Sebastian Burkhardt

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