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Lokales Messe HAUS 2017 mit vielen Neuerungen
Dresden Lokales Messe HAUS 2017 mit vielen Neuerungen
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10:30 02.03.2017
Der Dresdner Handwerker Lutz Zimmermann (38) kann einfach alles aus Holz bauen. Quelle: Claudia Atts
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Dresden

Am Donnerstag öffnet mit der Haus 2017 die größte regionale Baumesse Deutschlands zum 27. Mal ihre Pforten. Auf 25 000 Quadratmetern stellen 600 Aussteller aus sieben Ländern ihre Produkte vor. Es gab so viele Anbieter, dass eigens eine zusätzliche Halle in Leichtbauweise errichtet werden musste, um für alle Anbieter genügend Raum zu schaffen. Zu den zahlreichen Ausstellern gehören eine Vielzahl sächsischer Firmen, darunter allein 120 Handwerksbetriebe aus Ostsachsen.

Ein Themenschwerpunkt der Messe ist in diesem Jahr der Hochwasserschutz. Zahlreiche Fachvorträge und Messestände sind diesem wichtigen Thema gewidmet. „Das nächste Hochwasser kommt, wir wissen nur nicht wann“, warnt Prof. Dr.-Ing. Hubertus Milke, Präsident der Ingenieurkammer Sachsen, und weist darauf hin, dass es künftig für Betroffene von Hochwasserschäden, anders als nach den Hochwassern von 2002 und 2013, kein oder nur noch wenig Geld von der Regierung geben würde. Der Immobilienbesitzer sei für vorbeugenden Hochwasserschutz selbst verantwortlich und müsse dafür auch Geld in die Hand nehmen. Auf der Messe können sich Hauseigentümer ausführlich beraten lassen. Zu sehen sind etwa auch mobile Spundwände.

Zum elften Mal ist die Fachaustellung Energie in Halle 11 Teil der Messe. Christian Micksch, Geschäftsführer Sächsische Energieagentur SAENA, hat mit seiner Firma mehr als 200 öffentliche Gebäude wie Schulen, Kindergärten und Rathäuser untersucht und bemängelte die erschütternden Zustände der Energieanlagen. Nicht ein einziges, selbst neue Gebäude, die erst vor ein oder zwei Jahre fertiggestellt wurden, sei ohne Mängel gewesen. „Ich kenne Leute, die nach zwei Jahren ihr Auto wechseln, wenn sie unzufrieden sind, aber niemand trennt sich nach zwei Jahren von einem Haus. Wer baut, muss langfristig denken und für 50 Jahre planen. Wer in der Vorplanung und bei den Materialien spart, zahlt hinterher das Zigfache drauf“, so Christian Micksch. Seine Firma zeigt auf der Messe eine Wanderausstellung zur energetischen Sanierung. Hier geht es etwa um Dämmung, effiziente Energieversorgung, Sonnenkollektoren und Elektrofahrzeuge. Allein 40 Vorträge widmen sich dem Thema Energie.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Prävention von Einbrüchen. Hier hat bereits Mancher nachgerüstet, denn Statistiken zeigen, dass bei 41,7 Prozent der registrierten Wohnungseinbrüche zwischen Januar und September 2016 bereits der Versuch scheiterte. „Es gibt eine Vielzahl von Lösungen, um Türen und Fenster sicherer zu machen und Grundstücke zu schützen. Meiner Erfahrung nach denken viele Menschen, solche Systeme kosten Zehntausende. Dies ist nicht der Fall“, erläutert Albrecht Felgner, Geschäftsführer Felgner Sicherheitstechnik und Vorstandsmitglied im interkey Fachverband europäischer Sicherheits- und Schlüsselfachgeschäfte e.V.

Häufig könne auch mit kleineren Summen viel für den Schutz getan werden, etwa mit abschließbaren Fenstergriffen oder neuen Schließsystemen. Felgner wies darauf hin, dass ab einer Summe von 2000 Euro Zuschüsse bei der KFW beantragt werden könnten. Schlüsselkarten oder gar das Smartphone als Schlüsselersatz seien bereits für den privaten Verbraucher erschwinglich. Albrecht Felgner stellte zudem eine Neuheit für die Messe vor. Nun seien Paketkästen für den privaten Nutzer im Handel, in denen Boten aller Lieferdienste Pakete sicher abliefern könnten, auch wenn der Besitzer nicht zu Hause sei.

Auch zu zum Thema Sicherheit gibt es zahlreiche Vorträge. Die Polizeidirektion Dresden wartet mit einem umfangreichen Beratungsangebot zum Thema auf und Fachbetriebe informieren über die Möglichkeit der kostenlosen Schwachstellenanalyse an Haus und Wohnung.

Der Besuch lohnt sich aber auch für alle, die nicht bauen wollen. Impulse zum Renovieren und Einrichten gibt es ebenfalls.

Von Claudia Atts

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