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Lokales Mercedes verkauft Standorte Dresden und Leipzig
Dresden Lokales Mercedes verkauft Standorte Dresden und Leipzig
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17:33 09.09.2015

Beide Niederlassungen galten bisher als ungefährdet, sollten aber zusammengelegt werden. Jetzt werden auch sie verkauft - im Paket mit Berlin, Magdeburg, Schwerin und Rostock. Interessenten soll es bereits geben.

Die Mitteilung kam gestern Nachmittag per Rundmail an alle Mitarbeiter: Die sechs Mercedes-Benz-Niederlassungen in den neuen Bundesländern werden zum Verkauf angeboten. "Es gibt bereits entsprechende Signale von renommierten, ertragsstarken und erfahrenen Unternehmern, die Interesse an allen Standorten bekundet haben", hieß es in der E-Mail. Näheres Informationen soll es in Belegschaftsversammlungen vor Ort geben.

Zuvor waren in Stuttgart bereits die Arbeitnehmervertreter informiert worden. Die Betriebsratsvorsitzenden der sechs Ost-Niederlassungen hatte Mercedes gestern kurzfristig nach Stuttgart einfliegen lassen - und ihnen dann den Beschluss verkündet: Der Daimler-Vorstand habe am Dienstag beschlossen, die Tochter "Mercerdes-Benz Vertrieb Deutschland", die von Berlin aus alle Niederlassungen in den neuen Ländern führt, nun doch komplett zu verkaufen.

Zum möglichen Käufer und zum Zeitplan gab es keine Angaben.

Eigentlich hatte Daimler zugesagt, bis Ende 2015 keine kompletten Niederlassungen zu verkaufen oder dicht zu machen. Doch das gilt nur für die Standorte in den alten Bundesländern, die direkt von Daimler betrieben werden. Bei der Ost-Tochter gilt die Schutzklausel nicht. Betroffen sind in Leipzig und Dresden jeweils rund 300 Mitarbeiter in insgesamt fünf Autohäusern - drei in Dresden, zwei in Leipzig.

Mit dem nun angekündigten Schritt wird es künftig keinerlei konzerneigen Mercedes-Händler in den neuen Ländern mehr geben. Stattdessen sollen die bisherigen Niederlassungen künftig als Vertragshändler fungieren und weiter Mercedes-Benz-Fahrzeuge verkaufen und reparieren.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.09.2014

Frank Johannsen

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