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Lokales Mehrheit findet: Dresden hätte Titel „Kulturhauptstadt“ verdient
Dresden Lokales Mehrheit findet: Dresden hätte Titel „Kulturhauptstadt“ verdient
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10:35 09.03.2017
Der typische Einwohner ist felsenfest davon überzeugt, in einer Kunst- und Kulturmetropole von europäischer Bedeutung zu leben. Quelle: DNN, Eylert
Dresden

Eines muss man den Dresdnerinnen und Dresdnern lassen: Selbstbewusstsein haben sie. Der typische Einwohner ist felsenfest davon überzeugt, in einer Kunst- und Kulturmetropole von europäischer Bedeutung zu leben. 72 Prozent stimmen der Aussage „Dresden hat den Titel europäische Kulturhauptstadt nicht verdient“ überhaupt nicht und noch einmal 20 Prozent eher nicht zu. Voll und ganz sind nur fünf Prozent der Befragten von der These überzeugt, eher Zustimmung signalisieren magere zwei Prozent. Das ist das Ergebnis des aktuellen DNN-Barometers, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden 519 repräsentativ ausgesuchte Dresdnerinnen und Dresdner befragt hat.

Dass der Titel dem Image der Stadt guttun würde, meinen 95 Prozent der Befragten (77 Prozent voll und ganz / 18 Prozent eher). Dass der Titel von den eigentlichen Problemen ablenken würde, glauben nur 23 Prozent, während 27 Prozent „eher nicht“ und 51 Prozent „überhaupt nicht“ zustimmen. „Dresden braucht den Titel Kulturhauptstadt nicht“ können 39 Prozent (16 Prozent voll und ganz / 13 Prozent eher) befürworten, während 61 Prozent (37 Prozent überhaupt nicht / 24 Prozent eher nicht) diese Aussage ablehnen. Einem Drittel der Befragten ist die Bewerbung für den Titel zu teuer, zwei Drittel teilen das Kostenargument nicht. Der Aussage „Ich halte generell nichts von derartigen Titeln“ stimmen 28 Prozent der Befragten zu, 72 Prozent dagegen lehnen sie ab.

Dass sich die Stadt für den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2025“ bewerben will, hat sich aber längst noch nicht bei allen Einwohnern der Landeshauptstadt herumgesprochen. 60 Prozent erklärten, von der Bewerbung gehört zu haben. 40 Prozent hatten davon noch nicht gehört. Aber – Thema Selbstbewusstsein – fast alle Dresdnerinnen und Dresdner finden es gut, dass sich die Stadt bewerben will. 90 Prozent hoben den Daumen. Nur fünf Prozent finden die beabsichtigte Bewerbung nicht gut, fünf Prozent gaben keine Bewertung der Pläne ab.

Ein großes Problem hat die Kulturhauptstadt-Bewerbung allerdings, vertraut man den Antworten der Befragten: die Einbindung der Bürger in den Bewerbungsprozess. Nur 14 Prozent erklärten, sie hätten davon gehört, dass die Bürger von der Stadt die Möglichkeit erhalten, sich an den Planungen zu beteiligen. 86 Prozent war diese Tatsache neu. Von den 14 Prozent, die von der Gelegenheit zur Beteiligung gehört hatten, wussten aber auch 70 Prozent nicht, wie das konkret geschehen kann. 20 Prozent konnten erklären, dass das im Internet möglich ist. Zehn Prozent benannten andere Möglichkeiten, die im Konzept der Stadt nicht vorgesehen sind.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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