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Lokales Mehrere Monate Bauverzug am Schulcampus in Dresden-Pieschen
Dresden Lokales Mehrere Monate Bauverzug am Schulcampus in Dresden-Pieschen
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10:29 16.01.2018
Kultusminister Christian Piwarz; Oberbürgermeister Dirk Hilbert; Kerstin Ines Müller; Markus Ulbig  Quelle: Anja Schneider
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Dresden

 Sachsens Kultusminister Christian Piwarz hat der Landeshauptstadt offiziell einen Fördermittelbescheid über rund 46 Millionen Euro für den Bau des Schulcampus in Pieschen übergeben. „Damit hat der Freistaat seit 2005 in Dresden Schulbauprojekte mit 350 Millionen Euro gefördert“, sagte der Minister am Montag bei der Übergabe an Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) auf der Baustelle an der Gehestraße. Es ist der bisher größte Förderbescheid für ein Schulbauprojekt in Dresden.

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An der Erfurter Straße entsteht Dresdens neuester Schulcampus. Bald sollen an Gymnasium, Oberschule und Abendoberschule Hunderte Schüler lernen. Die stadt durfte sich jetzt über Rekord-Fördermittel freuen. Für uns Zeit, sich die Baustelle anzusehen.

Dort entsteht derzeit ein Campus für das fünfzügige Gymnasium Pieschen und die fünfzügige 145. Oberschule, deren Räume zudem von der Abendoberschule genutzt werden sollen. Baubeginn war vor einem Jahr. Es entstehen neben den Schulgebäuden auch zwei Drei-Feld-Sporthallen und eine Ein-Feld-Sporthalle. Insgesamt erstreckt sich der Campus mit Sport- und Pausenflächen über ein Gelände von 37 000 Quadratmetern. Auf weiteren 4000 Quadratmetern wurde ein Zauneidechsenhabitat entlang des Bahndamms angelegt.

Auf dem Campus werden einmal bis zu 1900 Schüler unterrichtet. Die Gesamtkosten des Baus gibt das Land mit 66 Millionen Euro an, einschließlich der Schulausstattung beziffert die Stadt die Gesamtkosten auf rund 75 Millionen Euro. „Wir wollen den Schülern die modernste Infrastruktur bieten“, erklärte OB Hilbert. Er dankte dem Freistaat für die Unterstützung und ging davon aus, dass nicht nur das Gebäude, sondern auch „das, was drin ist, zukunftsweisend sein wird“ und Dresden dabei im Freistaat einen guten Partner haben werde.

Die Fördermittel stammen aus dem Bund-Länder-Programm „Brücken für die Zukunft“. Die Kommunen können selbst entscheiden, welche Projekte über das Programm gefördert werden sollen. Mit insgesamt 800 Millionen Euro ist es das größte Investitionsprogramm in die kommunale Infrastruktur seit 1990. Etwa 156 Millionen Euro des Programms stammen aus Mitteln des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes des Bundes. Jeweils 322 Millionen Euro stammen von Städten, Gemeinden und Landkreisen sowie dem Landeshaushalt.

Logo für Gymnasium

Das Gymnasium Pieschen hat jetzt ein eigenes Logo. Es greift Elemente auf, die an Sprechblasen in sozialen Netzwerken erinnern und damit die Schulschwerpunkte Medien und Informatik symbolisieren sollen, teilte Schulleiterin Kerstin Ines Müller mit. Schüler und Eltern hatten darüber abgestimmt. Wie Müller zudem informierte, findet der erste Tag der offenen Tür am 2. Februar von 15 bis 19 Uhr an der Döbelner Straße 6 statt. Im kommenden Schuljahr 2018/19 können bis zu fünf neue Klassen aufgenommen werden, Schulstandort ist dann für ein Jahr ein neues Schulgebäude an der Leisniger Straße 76, bevor dann das Schuljahr 2019/20 an der Gehestraße beginnt. Anmeldezeiten und weitere Informationen sind unter www.gymnasium-pieschen zu finden.

Piwarz zeigte sich besonders erfreut darüber, dass auf dem Campus ein MINT-orientiertes Gymnasium mit Ausrichtung auf Naturwissenschaften angesiedelt wird. Die bislang auf der Döbelner Straße vorgegründete Einrichtung widmet sich nach den Angaben von Schulleiterin Kerstin Ines Müller vor allem den Schwerpunkten Medienbildung und Informatik.

Das Gymnasium zieht zum nächsten Schuljahr auf die Leisniger Straße und dann 2019 auf den Campus an der Gehestraße. Bis dahin wird auch die 145. Oberschule weiter wachsen, die derzeit ebenfalls noch an der Döbelner Straße angesiedelt ist und zum Schuljahr 2019/20 umziehen soll. „Wir brauchen den neuen Standort dringend“, erklärte Schulleiterin Anne Leitner gestern.

Doch da trüben derzeit ein paar Wermutstropfen die Freude über die Fördermittel des Freistaats. Laut Stesad-Geschäftsführer Axel Walther befindet sich das Projekt derzeit etwa zwei, drei Monate im Verzug. Im Juni soll der Rohbau fertig sein. Mit dem Innenausbau könnte der Rückstand noch aufgeholt werden. Es habe zu Beginn der Bauarbeiten Probleme mit dem Baugrund gegeben, derzeit laufe die Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro nicht wunschgemäß.

Eine Verzögerung beim angestrebten Fertigstellungstermin Sommer 2019 hätte gravierende Folgen für die Schulbauprojekte der Stadt, da der Campus anfangs auch noch als Auslagerungsstandort für andere Schulen genutzt werden soll.

Von Ingolf Pleil

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