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Lokales Mehr schwere Fälle am Uniklinikum Dresden
Dresden Lokales Mehr schwere Fälle am Uniklinikum Dresden
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07:52 20.08.2016
Prof. Michael
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Dresden

 In Zeiten, in denen Kliniken landauf landab über rote Zahlen klagen, verweist das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden für das Geschäftsjahr 2015 bei Gesamtumsätzen von gut 827 Millionen Euro auf ein positives Betriebsergebnis von 3,2 Millionen Euro – gut zwei Millionen mehr als noch im Jahr 2014. Allerdings, so der Kaufmännische Vorstand Wilfried Winzer, hätten Abschreibungen auf Investitionen der vergangenen Jahre das Gesamtergebnis in den roten Bereich gedrückt – unterm Strich auf minus 109 000 Euro.

Nichtsdestotrotz zählt der Dresdner Verbund von 21 Kliniken mit seinen fast 4550 Vollzeit-Mitarbeitern und etwa 1300 Betten nicht nur zu Dresden großen Arbeitgebern, sondern behauptet sich in Sachen Behandlungsqualität unter den Top 3 der deutschen Krankenhäuser. Diese Einschätzung entspringt dem Urteil von Gesundheitsexperten sowie insgesamt 15 000 Ärzten aus ganz Deutschland im vierten Krankenhausvergleich des Nachrichtenmagazins „Focus“. Das Dresdner Uniklinikum bekam vor allem Top-Noten für die Therapie von Darm- und Prostatakrebs in den Kliniken für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Medizinische Klinik I beziehungsweise Urologie.

Die Zahl der Behandlungen habe sich im Vergleich zu 2014 kaum verändert, teilte der Medizinische Vorstand des UKD, Prof. Michael Albrecht, zur Bilanz für das zurückliegende Geschäftsjahr mit. Im vollstationären Bereich seien 57 451 Fälle behandelt worden, in den ambulanten bzw. teilstationären Bereichen 272 547 Fälle.

Das Plus bei den Erlösen habe sich durch die größere Anzahl von Schwerstkranken ergeben, die im UKD behandelt wurden. Mehr schwere Fälle heißt auch: mehr Erlöse aus den abgerechneten Therapien, so Finanzvorstand Winzer. Mit den gewachsenen Einnahmen seien vorrangig die Ausgaben für Mitarbeiter und Sachmittel kompensiert worden. Die Personalausgaben waren im Vergleich zu 2014 durch Tarifsteigerungen und mehr Mitarbeiter um 11,5 Millionen auf 243,2 Millionen Euro gewachsen, die Sachaufwendungen im medizinischen Bereich um 6,5 Millionen auf 172,164 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hat das Universitätsklinikum insgesamt 32,6 Millionen Euro investiert – unter anderem in Haus 32 mit Chirurgischer Notaufnahme und OP-Zentrum sowie in das „Comprehensive Cancer Center“ – als Partnerstandort des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Die Hochschulmedizin Dresden setze seit mehr als zwei Jahrzehnten auf die Erfolgsfaktoren Neugier, Expertise, Forschungsexzellenz, Top-Leistung, Infrastruktur sowie als Multiplikator Empathie – mit Erfolg, kommentierte UKD-Chef Albrecht das Zahlenwerk.

Von Barbara Stock

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