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Lokales Mehr als 5000 Neurologen treffen sich in Dresden
Dresden Lokales Mehr als 5000 Neurologen treffen sich in Dresden
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18:13 09.09.2015
Startschuss: Seit gestern tagt die DGN in Dresden, wo sie 1907 auch gegründet wurde. Thema des Kongresses ist, wie hier beim Neurologenlauf, Bewegung. Quelle: Uwe Hofmann

Darin sehen die Neurologen einen Schlüssel zur Vorbeugung von häufigen Erkrankungen wie Schlaganfall und Demenz. Und treffen damit offenbar den Nerv der Dresdner.

Etwa 350 meist ältere Besucher haben die Organisatoren beim Publikumstag im Dresdner Zentrum für Regerenative Therapien am Vortag der Konferenz gezählt, wie Frank Miltner, Sprecher der "Deutschen Gesellschaft für Neurologie" (DGN) berichtet. "Viele von ihnen fragten, wie sich vorbeugen lässt", sagt er. Die Antwort der Neurologen: mit Bewegung. Um 25 bis 50 Prozent lasse sich das Erkrankungsrisiko bei Demenz verringern, das Schlaganfallrisiko um 20 bis 40 Prozent, wenn man sich nur ausreichend bewegt. Warum das so ist, können die Mediziner zwar noch nicht genau erklären. Klar sei aber: "Das Gehirn ist für die Bewegung konstruiert", wie Gerd Kempermann vom Dresdner Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen sagt. Darauf haben gestern 50 Neurologen mit einem acht Kilometer langen Lauf entlang der Elbe aufmerksam gemacht. Am Abend spielte die Deutsche Neurologen-Nationalmannschaft in einem Benefizspiel gegen sächsische Altstars.

Dass auch sonst Bewegung in der Neurologie ist, kann Heinz Reichmann belegen: 1997, als der Direktor der Dresdner Neurologischen Klinik und Poliklinik schon einmal einen Neurologenkongress organisierte, seien 1700 Teilnehmer gekommen. "Das war damals schon ein Rekord", erinnert er sich. Die mehr als 5000 Teilnehmer in diesem Jahr sind da eine ganz andere Größenordnung.

Die gestiegene Attraktivität hängt mit den Erfolgen neurologischer Forschung zusammen. "Als ich begann, hieß es, Neurologen dokumentieren den Verfall von Menschen und geben Krankheiten einen Eigennamen", erinnert sich DGN-Vorsitzender Martin Grond. Das desolate Bild hat sich geändert, schon weil zwei Drittel der mit dem Alter eintretenden Erkrankungen zur Neurologie zählen. Das merkt man auch in Dresden: 136 Mitarbeiter, davon 36 Ärzte, beschäftigt Reichmann in seiner Klinik. Sie betreuen im Jahr 3000 Patienten stationär, weiter 5000 ambulant. Auch die Bilanz stimmt: Die Neurologie sei eine "Cashcow" (Geldkuh) der Uniklinik, sagt Reichmann.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.09.2013

Uwe Hofmann

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