Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Mehr Zebrastreifen in Dresden gefordert – Koettnitz weist Kritik von sich
Dresden Lokales Mehr Zebrastreifen in Dresden gefordert – Koettnitz weist Kritik von sich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:59 21.02.2018
Zebrastreifen sollen Fußgängern mehr Sicherheit beim Überqueren von Straßen geben.  Quelle: dpa
Dresden

 Die Landeshauptstadt kennt ihre Zebrastreifen nicht. Das geht aus einer DNN-Anfrage hervor, die Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz beantwortet hat: „Wieviele FGÜ (Fußgängerüberwege; d. Red.) wir in Dresden haben, ist statistisch nicht erfasst.“ Anlass der Anfrage ist eine Initiative der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit, die 20 neue Zebrastreifen in Dresden fordert. Diese gebe es bisher allenfalls in Ortschaften am Stadtrand, begründete Hendrik Stalmann-Fischer den Antrag. Immer, wenn Stadträte im Bauausschuss die Einrichtung eines Zebrastreifen forderten, habe es geheißen, dass es die in Dresden kaum gebe und der hiesige Autofahrer deshalb damit nicht umgehen könne, berichtete Martin Schulte-Wissermann (Pirat/Linke).

Das Straßen- und Tiefbauamt wehrt sich gegen diese Behauptung. Man setze Fußgängerüberwege „als absolut gleichwertige Maßnahmen zur Sicherung des Fußgängerverkehrs beim Überqueren der Fahrbahn ein. „Mit der Verbesserung der Situation für den Fußgängerverkehr ist das Amt an mehreren Stellen befasst“, heißt es auf DNN-Anfrage. Und weiter: „Es verbinden sich damit nicht nur ,Zebrastreifen’ und Mittelinseln, sondern auch der Bau von Gehwegvorstreckungen oder die Errichtung von Fußgänger-Lichtsignalanlagen, auch ,Ampeln’ genannt“, wie Koettnitz mitteilt.

Grundlage für die Entscheidung, ob an einer bestimmten Stelle in Zebrastreifen gebaut werden könne, sei allein die entsprechende Richtlinie des Bundesverkehrsministeriums. Demnach ist die Einrichtung an Standorten möglich, die mehr als 50 Fußgänger in der Stunde queren und wo zwischen 200 bis 750 Autos in der Stunde fahren, wobei es eine Empfehlung nur für Straßenabschnitte gibt, wo 300 bis 600 Autos in der Stunde fahren und 50 bis 150 Fußgänger die Straße queren. Zudem sind weitere Gegebenheiten, etwa die Erkennbarkeit des Zebrastreifens aus größerer Distanz abhängig von der erlaubten Höchstgeschwindigkeit zu beachten.

Umfrage des Tages

Mehr Schutzraum für Fußgänger: Dresden soll nach dem Willen der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit 20 neue Zebrastreifen bekommen.

Ergebnis ansehen
Diese Online-Umfrage ist nicht repräsentativ.
So haben unsere Leser abgestimmt
Diese Online-Umfrage ist nicht repräsentativ.

Nach diesem Vorgaben prüft nun das Straßen- und Tiefbauamt die „aus den Reihen der Politik oder Öffentlichkeit eingebrachten Vorschläge“, wie Koettnitz mitteilt. Wobei die Liste noch nicht zwingend komplett ist: Die rot-grün-rote Vorlage soll noch in allen Ortsbeiräten diskutiert werden, woraus sich möglicherweise weitere Vorschläge ergeben. Trotz der in Dresden in Verkehrsfragen üblicherweise langwierigen Debatten verlangt Rot-Grün-Rot, dass die neuen Zebrastreifen bis Ende des Jahres aufgebaut sind.

Koettnitz betont indessen, dass man auch in der Behörde die Hände nicht in den Schoß lege. Laut diesjährigen „Arbeitsprogramm“ will man die Arbeiten an einer Gehwegvorstreckung am Münchner Platz und den Bau einer Mittelinsel auf dem Käthe-Kollwitz-Ufer in Nähe der Kreuzung mit der Goetheallee erledigen. Außerdem wird an einer Reihe von Vorhaben geplant, so für Fußgängerquerungshilfen am Markusplatz und in der Ortschaft Eschdorf. Auch zum neuen Doppelschulstandort an der Gehestraße mache man sich im Amt Gedanken, heißt es.

Von Uwe Hofmann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Blasewitz-Grunaer Landgraben im Dresdner Stadtteil Gruna plätschert derzeit kaum noch etwas. Einladend für Spaziergänge ist der Landgraben nicht mehr. Eine Gruppe von Freiwilligen will das ändern und künftig einmal im Monat dafür sorgen, dass es in Gruna wieder gemütlicher wird. Am Samstag ging es damit los.

21.02.2018
Lokales Engagement für Menschenrechte und gegen Rassismus - US-Olympiasieger Tommie Smith erhält Dresden-Preis

Der frühere US-Sprinter und Olympiasieger Tommie Smith hat am Sonntag den Dresden-Preis 2018 erhalten. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung wurde ihm für sein Engagement für Menschenrechte und gegen Rassismus verliehen.

21.02.2018

Der Kreiselternrat in Dresden hat seit kurzer Zeit einen neuen Vorstand. Im DNN-Interview sprechen der Vorsitzende, Martin Raschke, sowie seine beide Stellvertreter, Judith Pickel und Thomas Meyer-Ross, über die künftige Ausrichtung und die Rolle der Elternvertretung.

11.03.2018