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Mehr Wärmespeicher braucht die Stadt

Dresden bekommt 20 neue Behälter für acht Millionen Euro Mehr Wärmespeicher braucht die Stadt

Die Dresdner Stadtwerke (Drewag) investieren acht Millionen Euro in den Ausbau ihrer Fernwärmespeicher in Reick. So soll das Netz fit für die Energiewende gemacht werden. Im ersten Quartal 2018 soll die neue Anlage in Betrieb gehen und die Speicherkapazität mehr als verdoppeln.

Die Drewag stellt 20 neue Wäremspeicherbehälter in Reick auf.Archiv

Dresden.  Die Dresdner Stadtwerke (Drewag) investieren acht Millionen Euro, um die Wärmespeicheranlage in Reick zu erweitern. Wie Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann mitteilte, soll die Speicherkapazität von derzeit 6600 Kubikmeter auf 14 400 Kubikmeter erhöht und damit mehr als verdoppelt werden. Dafür sollen in Reick 20 Druckspeicherbehälter mit einem Speichervolumen von je 390 Kubikmeter aufgestellt werden. Diese Behälter wiegen leer 100 Tonnen und sind rund 30 Meter hoch.

Laut Ostmann werden jeweils vier Behälter in Reihe geschaltet und bilden eine sogenannte Speicherstraße. Die Behälter sollen in das Zentrale Fernheiznetz der Drewag eingebunden werden. Es dauere fünf Stunden, die Speicher voll zu laden oder zu entladen. Bis Mai soll das Fundament für die Wärmespeicher fertiggestellt werden. Von Mai bis September ist die Lieferung von acht, sechs und noch einmal sechs Behältern geplant. Von August bis Dezember wird den Plänen zufolge die Anlage montiert und im ersten Quartal 2018 in Betrieb genommen.

„Wir stellen uns den Herausforderungen der Energiewende und setzen weiter auf die Flexibilisierung der Erzeugungsanlagen“, erklärte Ostmann. Mit dem Ausbau der Speicherkapazität bereite die Drewag das Fernwärmenetz auf die Zukunft vor und ermögliche so perspektivisch auch die Aufnahme und Speicherung von „grüner Wärme aus erneuerbaren Energien“.

Wärmespeicher seien ein wesentlicher Flexibilitätsbaustein im Verbund der Drewag-Erzeugungsanlagen, ohne die ein mit über 90 Prozent sehr hoher Anteil der Jahreswärmeerzeugung aus effizienter Kraft-Wärme-Kopplung nicht möglich wäre. Im Vergleich zur getrennten Produktion von Strom und Wärme vermindere der städtische Energieversorger die Kohlendioxidemissionen um über 812 000 Tonnen pro Jahr, erklärte die Drewag-Sprecherin.

Im Innovationskraftwerk Reick in der Liebstädter Straße wurde bereits 2014 eine Photovoltaikanlage mit 600 Kilowatt elektrischer Erzeugerleistung errichtet. Diese deckt vor allem in den Sommermonaten einen wesentlichen Teil des Eigenbedarfes des Kraftwerkes. Im Winter übernimmt dies laut Ostmann eine kleine Dampfturbine in Kraft-Wärme-Kopplung. 2015 ging an dem Standort Sachsens erster großtechnischer Batteriespeicher mit zwei Megawatt elektrischer Leistung und 2,7 Megawattstunden Speicherkapazität in Betrieb.

Für das Bauvorhaben erhält das städtische Unternehmen eine Förderung nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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