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Lokales Mehr Schüler in Dresden mit Drogen erwischt
Dresden Lokales Mehr Schüler in Dresden mit Drogen erwischt
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14:29 04.04.2018
An Dresdner Schulen werden immer öfter Jugendliche beim Rauchen eines Joints erwischt. Quelle: Torsten Leukert/dpa
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Dresden

An den Dresdner Schulen werden immer mehr Drogen festgestellt. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage hervor. Demnach meldeten die Verantwortlichen von Dresdner Schulen im vergangenen Jahr 32 Fälle. Das sind dreimal mehr als noch im Jahr zuvor. Für 2015 weist die Statistik 20 Delikte, für 2014 insgesamt 13 Verstöße wegen Drogen aus. Im sachsenweiten Vergleich belegt Dresden damit einen traurigen Spitzenplatz. Nur in Leipzig waren mit 34 Fällen und im Kreis Mittelsachsen mit 36 Fällen mehr Drogendelikte an den Schulen gezählt worden.

In den allermeisten Fällen war bei den Schülern Cannabis festgestellt worden. Von den insgesamt 211 im vergangenen Jahr in Sachsen erfassten Delikten handelte es sich in 177 Fällen um Cannabis. Allerdings verweisen die Zahlen auch auf zwölf Fälle mit der extrem gefährlichen, synthetischen Droge Crystal – drei davon in Dresden, wie aus früheren Angaben der Staatsregierung hervorgeht.

Die Polizei hatte im vergangenen Jahr in Sachsen insgesamt 587 Tatverdächtige ermittelt. Bei 434 davon handelte es sich um Schüler im Alter zwischen 14 und 18 Jahren, zumeist Jungs. Erwischt wurden den Angaben zufolge aber auch 60 Kinder unter 14 Jahren. Etwa jeder zweite Fall spielte sich an einer Oberschule ab. Eine Aufschlüsselung nach Städten und Kreisen lieferte das Innenministerium nicht.

Was genau hinter dem Anstieg der Fallzahlen steckt, ist offen. Das für die Schulen zuständige Kultusministerium zeigt sich bei der Bewertung zurückhaltend. Denkbar ist, so erklärt Sprecherin Manja Kelch, dass die Polizei stärker durchgreife. Zudem seien die Schulen angehalten, bei Drogendelikten sensibler zu sein. Die Drogen- und Suchtprävention nehme einen festen Platz in der schulischen Erziehungsarbeit ein. Um Drogenkonsum entgegenzuwirken, gibt es nach Worten von Manja Kelch eine Reihe von präventiven Angeboten. Besonders die engere Kooperation mit der Polizei, auch im Zusammenhang mit dem Umgang von besonderen Vorkommnissen, zu denen Drogenprobleme gehören, habe die Sensibilität erhöht.

Von seko

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