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Mehr Restriktionen oder mehr Freiheit für Architektur in Dresden?

Aktuelle Stunde zur Baukultur im Dresdner Stadtrat Mehr Restriktionen oder mehr Freiheit für Architektur in Dresden?

Braucht Architektur in Dresden mehr Restriktionen? Oder soll die Stadt Einladungen an Architekten aussprechen, in Dresden Neues auszuprobieren und sich zu verwirklichen? Der Stadtrat diskutierte am Donnerstag Abend über Baukultur und die Vertreter der Parteien forderten unterschiedliche Ansätze.

Quelle: Vladimir Zaplakhov

Dresden.  Braucht Architektur in Dresden mehr Restriktionen? Oder soll die Stadt Einladungen an Architekten aussprechen, in Dresden Neues auszuprobieren und sich zu verwirklichen? Der Stadtrat diskutierte am Donnerstag Abend über Baukultur und die Vertreter der Parteien forderten unterschiedliche Ansätze.

„Niemand hat ein Patentrezept gegen Hässlichkeit“, erklärte Hendrik Stahlmann-Fischer, baupolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Die schönsten Städte in Europa seien jene mit den meisten Vorschriften. „Das ist das Ergebnis harter, rigider Planung.“ Holger Zastrow, Vorsitzender der Fraktion FDP/Freie Bürger, widersprach: „Es entwickeln sich die Städte am Besten, in denen es den Mut gibt, Neues zuzulassen. Wir bekommen das alte Dresden nicht zurück.“

Tilo Wirtz, Baupolitiker der Linken, forderte mehr Öffentlichkeit und mehr Bürgerbeteiligung. Die Gestaltungskommission müsse öffentlich tagen und Bauvorhaben in einem Stadium vorgelegt bekommen, in dem noch kein Baurecht besteht. Bauherren sollten ihre Entwürfe vor Antragstellung vorstellen. „Was ist das für ein Investor, der sein Vorhaben nicht ohne Stolz präsentiert?“, fragte Wirtz.

Thomas Löser, Fraktionsvorsitzender der Grünen, forderte eine Stabsstelle für Bürgerbeteiligung im Stadtplanungsamt. Baukultur könne man nicht erzwingen. „Aber wir können ein Umfeld schaffen, in dem Baukultur gedeihen kann.“

Die Politik müsse klare Vorgaben machen, sagte Stahlmann-Fischer: „Wir wollen eine kleinteilige Stadt.“ Dafür müssten Instrumente entwickelt werden. Wirtz erklärte, Veränderungssperren, Gestaltungssatzungen und Bebauungspläne seien genau die Instrumente, um Wildwuchs und hässliche Fassaden zu verhindern.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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