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Dresden Lokales Mehr Geld für kleine und große Dresdner Haushalte
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10:18 19.12.2016
Die Zuschüsse für kleine und große bedürftige Haushalte steigen ab 2017.  Quelle: Ralf Hirschberger
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Dresden

 Die meisten Hartz-IV-Empfänger erhalten ab Januar 2017 höhere Zuschüsse für ihre Wohnkosten. Die Landeshauptstadt Dresden hat am Montag die neuen „Richtwerte für angemessene Kosten der Unterkunft in Dresden“ vorgelegt, die für die nächsten zwei Jahre gelten. Danach steigen die Angemessenheitsrichtwerte für kleine und große Haushalte deutlich an. Bei den mittleren Haushalten mit zwei bis drei Personen sinken die Werte leicht.

Konkret heißt das: Der Satz für Ein-Personen-Haushalte steigt von bisher 342,21 Euro auf 358,74 Euro. Zwei-Personen-Haushalte erhalten dagegen nur noch 429,88 Euro statt 434,43 Euro, bei Drei-Personen-Haushalten sinkt der Zuschuss von 509,32 Euro auf 500,50 Euro. Dafür steigen die Richtwerte bei den größeren Haushalten wieder: Vier-Personen-Haushalte können mit 572,73 Euro statt 558,99 Euro rechnen, Fünf-Personen-Haushalte mit 697,55 Euro statt 628,40 Euro. Für jede weitere Person gibt es ab 2017 73,43 Euro und nicht 66,15 Euro wie bisher.

„Die neuen Werte sind ein Spiegelbild des aktuellen Verhältnisses von Angebot und Nachfrage am Dresdner Wohnungsmarkt“, erklärte Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Die Linke). In Dresden gäbe es bei preiswerten kleinen und großen Wohnungen Engpässe, während Wohnungen mit mittlerer Größe auch im unteren Preissegment noch zu finden seien. „Diese differenzierte Angebotslage macht sich jetzt bei den neuen Richtwerten für die Bruttokaltmiete bemerkbar“, so Kaufmann.

Die Richtwerte gelten für alle Haushalte, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung beziehen. Derzeit beziehen 25 753 Bedarfsgemeinschaften die Wohnhilfen vom Jobcenter. 3492 sind es im Zuständigkeitsbereich des Sozialamtes.

Eine Umzugswelle wegen der sinkenden Richtwerte bei mittleren Wohnungen sieht Kaufmann nicht auf Dresden zukommen. Das Jobcenter und das Sozialamt würden die Wohnkosten mit Augenmaß prüfen. Betroffene würden nur dann zur Kostensenkung aufgefordert, wenn eine weitere Übernahme der vollen Miete eklatant unwirtschaftlich wäre.

Jobcenter und Sozialamt stellen automatisch auf die neuen Richtwerte um. Leistungsempfänger müssen keine Anträge stellen. Die Mehrausgaben wurden vom Stadtrat in den städtischen Doppelhaushalt für 2017/2018 eingestellt. Die neuen Richtwerte gelten zwei Jahre. In die Berechnung sind laut Kaufmann die Daten der jüngsten Bürgerumfrage und des neuesten Dresdner Mietspiegels eingeflossen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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