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Lokales Martin Uebele übernimmt Landgericht Dresden
Dresden Lokales Martin Uebele übernimmt Landgericht Dresden
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11:42 05.10.2017
Das Eingangsportal des Landgerichts Dresden. Quelle: dpa
Dresden

Martin Uebele wird neuer Präsident des Landgerichts Dresden. Das Justizministerium hat die ab 1. Dezember vakante Stelle in Rekordtempo besetzen können. Uebele tritt die Nachfolge von Gilbert Häfner an, der mit Wirkung zum 1. Dezember zum Präsidenten des Oberlandesgerichts (OLG) Dresden ernannt wurde. OLG-Präsident Ulrich Hagenloch tritt in den Ruhestand.

Der 58-jährige Uebele, der seit 1991 in der sächsischen Justiz tätig ist, war unter anderem Vorsitzender Richter einen Großen Strafkammer am Landgericht Bautzen, ehe er 2001 zum Vizepräsident des Amtsgerichts Dresden ernannt wurde. Nach einer kurzen Station als Referatsleiter im Justizministerium übernahm er 2007 als Leitender Oberstaatsanwalt die Staatsanwaltschaft Görlitz und begleitete 2012 die Fusion mit der Staatsanwaltschaft Bautzen.

2011 sollte Uebele Präsident des Amtsgerichts Dresden werden, doch der unterlegene Mitbewerber Hans Strobl setzte sich in einem Konkurrentenstreit durch. Strobl wurde 2013 zum Präsidenten ernannt, Uebele musste weiter nach Görlitz reisen. Im April 2016 wurde der Spitzenjurist zum Präsidenten des Amtsgerichts Chemnitz ernannt. Für die Nachfolge von Häfner waren mehrere Bewerber im Gespräch. Da das Ministerium die Stellenbesetzung bekanntgegeben hat, ist das Auswahlverfahren ohne Konkurrentenstreit abgeschlossen.

Mittelfristig wird auch ein neuer Präsident für das Amtsgericht Dresden gesucht, da Strobl Nachfolger des im März in den Ruhestand gegangenen Generalstaatsanwalts Klaus Fleischmann werden soll. Doch ein unterlegener Mitbewerber klagt gegen die Besetzung der Stelle, das Verwaltungsgericht Leipzig hat noch keine Entscheidung veröffentlicht. Auch für die Staatsanwaltschaft Dresden wird ein Behördenleiter gesucht, der Leitende Oberstaatsanwalt Erich Wentzlick ist vor wenigen tagen in den Ruhestand gegangen.

Am Landgericht Dresden sind laut Ministeriumssprecher Jörg Herold 380 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 63 Richter.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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