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Lokales Marlene träumt mit vielen Rechtschreibfehlern
Dresden Lokales Marlene träumt mit vielen Rechtschreibfehlern
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14:22 18.09.2015
Marlene träumt Quelle: PR
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Marlene erwacht. „Wo bin ich?“, fragt sie. Ja, das würden wir Leser auch zu gern wissen, und auch gleich noch, warum und wieso und wer Marlene eigentlich ist. „Du bist hier in der Psychiatrie. Willkommen im Club der Bekloppten“, sagt die Gabi, die sich im selben Raum befindet, in dem Marlene erwacht. Dann wissen wir das schon mal und schmunzeln ein bisschen. Alles andere entwickelt sich auf den kommenden Seiten fast schon quälend langsam.

Wie kam Marlene dort hin? Was hat sie vorher gemacht? Was ist sie für ein Mensch? Das 244 Seiten starke, weil in relativ großer Schriftart gedruckte, Jugendbuch „Marlene träumt“ von Doreen Gerstenberg nimmt nur langsam Fahrt auf. Dies allerdings in symbiotischer Weise zum Verhalten von Marlene, die ihren Psychiatrieaufenthalt recht lethargisch angeht, wenige Fragen stellt und ständig schläft. Das ist bei der Medikation in solchen Kliniken durchaus üblich, der Spannungskurve beim Lesen aber nicht unbedingt zuträglich.

Und auch der für Marlene zuständige Arzt geht die Behandlung sicherlich sehr fachgerecht, aber für den informationshungrigen Leser wenig zielführend an. Auf die Frage von Marlene, was denn los war, meint der Halbgott in Weiß: „Ja, das möchte ich später gern von ihnen wissen.“ Seufz. Zu allem Überfluss strotzt das Buch schon fast vor Fehlern. Wenn sich derselbe Zeichensetzungsfehler auf drei aufeinanderfolgenden Seiten einschleicht, ist das für den Leser mehr als ärgerlich. Den Lektoren ist hier mehr Korrekturlesekompetenz zu wünschen.

Zurück zum Inhalt: Kurz gefasst hat Marlene eine schwierige Beziehung zu ihrer Mutter, in letzter Zeit viel Stress durch ihre Arbeit und das Nachholen ihres Abiturs. Sie ist Vegetarierin und hegt den Traum, Schauspielerin zu werden. So weit, so Klischee. Und wieso sind wir in der Psychiatrie? Marlene hatte eine Psychose. Die Ärzte raten ihr ab, weiter von der Schauspielerei zu träumen, denn das Schlüpfen in fremde Rollen sei für psychisch Kranke nicht unbedingt von Vorteil. Und überhaupt solle sich Marlene Grenzen setzen. Marlene möchte aber lieber grenzenlos und erfolgreich sein. Ob Marlene ihre Träume trotzdem verwirklichen kann?

„Marlene träumt“, Doreen Gerstenberg, 244 Seiten, united p.c. Verlag, ISBN 978-3-7103-2293-8, 19,40 Euro

Franziska Schmieder

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