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Lokales Marienbrücke in Richtung Altstadt über weite Strecken nur noch einspurig
Dresden Lokales Marienbrücke in Richtung Altstadt über weite Strecken nur noch einspurig
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18:14 01.12.2017
Damit die Straßenbahnen im regen Adventsverkehr auf der Marienbrücke nicht von Autos behindert werden, hat die Stadt eine Fahrspur in Richtung Altstadt gesperrt.  Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Autofahrern steht auf der Marienbrücke in Fahrtrichtung Altstadt über weite Strecken nur eine Fahrspur zur Verfügung. Warnbarken verhindern seit dem frühen Freitagmorgen bis kurz vor die Kreuzung mit der Magdeburger Straße, dass Autos die Straßenbahngleise überfahren. Laut Stadtverwaltung handelt es sich dabei um eine Regelung, die auf die Adventszeit beschränkt ist.

Mit der Sperrung sollen Behinderungen für den Straßenbahnverkehr reduziert werden, teilt die Stadt auf DNN-Anfrage mit. Weil auf der Augustusbrücke die Bauleute das Sagen haben, verkehrt neben den Trams der Linien 6 und 11 auch die der Linie 4 über die Marienbrücke, was dort für eine höhere Taktdichte sorgt. „In Zeiten hohen Verkehrsaufkommens treten für die Straßenbahnen in Fahrtrichtung zur Haltestelle Kongresszentrum hohe Verlustzeiten durch den Rückstau des Kraftfahrzeugverkehrs auf“, heißt es dazu von der Stadt.

Im Rathaus und bei den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) befürchtet man offenbar, dass das in der Vorweihnachtszeit nicht besser wird. Dann fährt zudem die Linie 4 von Montag bis Sonnabend bis 21 Uhr alle zehn Minuten, um den Besucherstrom zum Striezelmarkt zu bewältigen. Auch Straßenbahnen der Linie 11 verkehren sonnabends bis 19.30 Uhr im Zehn-Minuten-Takt. Jede auf der Marienbrücke verlorene Minute sorgt dann für Probleme im gesamten DVB-Streckennetz.

Damit die Gleise vom Autostau frei bleiben, wurde die durch eine Sperrfläche angeordnete Fahrbahnverengung über 180 Meter bis kurz vor die Haltestelleninsel verlängert. „Es ist kein Beginn einer grundsätzlichen Sperrung des Fahrstreifens im Gleisbereich in Fahrtrichtung nach Dresden Altstadt“, betont man dazu im Rathaus – denn auch dazu gibt es derzeit Überlegungen. Sie hängen vor allem damit zusammen, dass die Marienbrücke ein Unfallschwerpunkt ist, weil gerade bei Regen immer wieder Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit ins Schleudern geraten sind und schwere Unfälle provoziert haben. Deshalb ist die Fahrbahn auf der Neustädter Seite in Fahrtrichtung Altstadt bereits durch eine Sperrfläche auf eine Spur eingeengt. Weil viele Autofahrer auf der Brücke bis zur nächsten Ampel deutlich schneller als die erlaubten 50 Stundenkilometer unterwegs sind, denkt man im Straßen- und Tiefbauamt laut darüber nach, die Sperrung bis zur Magdeburger Straße durchzuziehen. Doch soweit ist es einstweilen nicht. Am 3. Januar sollen die Warnbarken verschwinden.

Von Uwe Hofmann

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