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Mann muss sich am Amtsgericht Dresden wegen Diebstahls verantworten

Prozess Mann muss sich am Amtsgericht Dresden wegen Diebstahls verantworten

Wegen Diebstahls und Wohnungseinbruchdiebstahls musste er sich am Mittwoch ein 25-jähriger Mann vor dem Amtsgericht Dresden verantworten. Er hatte Bars und Restaurant Besuche abgestattet – allerdings nachts, der Sachschaden war häufig größer als die Beute.

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Quelle: dpa

Dresden. Normalerweise freuen sich ja Restaurants über jeden Gast, anders im Fall Hamza B. Seine Kneipenbesuche sorgten für Ärger. Der 25-Jährige kam nachts und ungebeten und auch nicht zum Essen oder Trinken, sondern zum Klauen. Wegen Diebstahls und Wohnungseinbruchdiebstahls musste er sich am Mittwoch vor dem Amtsgericht verantworten.

Innerhalb von zwei Monaten hatte der Angeklagte einigen Bars, Gaststätten und Kneipen in der Dresdner Innenstadt und der Neustadt Besuche abgestattet. Das Vorgehen war immer ähnlich: Der Angeklagte warf mit einem Pflasterstein eine Scheibe ein, stieg durch das Loch, durchsuchte die Räume und nahm mit, was er für stehlenswert hielt. Vor allem Bargeld, Smartphones, Laptops, Notebooks. Es traf ein Restaurant auf der Ringstraße, die Bodega Madrid auf dem Neumarkt, ein Lokal auf der St. Petersburger Straße. Oft war der Sachschaden, den er verursachte, höher als der Wert der Beute.

Der 25-Jährige war zudem hartnäckig. Am 13. November vergangenen Jahres stieg er erst in eine Erdgeschosswohnung auf der Louisenstraße ein, wurde aber vom Besucher überrascht und musste ohne Beute flüchten. Als er kurz danach in ein indisches Restaurant und dann in die Shisha Bar Habibi auf der Martin Lutherstraße einbrach, wurde der Libyer festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Hamza B. hatte allerdings nicht nur ein Faible für Lokale, er klaute auch so, was ihm in die Finger kam – eine Geldbörse in einem Hostel, die der Besitzer auf dem Fensterbrett des Erdgeschosszimmers abgelegt hatte, zwei weitere Geldbörsen aus einer Wohnung auf der Erlenstraße, ein Mountainbike vor einem Asylbewerberheim und das Mobiltelefon eines Mitbewohners in seinem Flüchtlingsheim auf der Strehlener Straße.

Der Angeklagte räumte alle Taten ein und ersparte dem Gericht so eine langwierige Verhandlung. Allerdings war die Beweislage auch erdrückend. Die Ermittler fanden an den Tatorten Fingerabdrücke und DNA des 25-Jährigen und stellten Diebesgut bei ihm sicher. Er sei drogensüchtig und habe sich durch die Diebstähle seinen Crystalkonsum finanziert, erklärte er die Taten. Hamza B., der einschlägig vorbestraft ist, wurde zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und vier Monaten verurteilt.

Von Monika Löffler

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