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Manaf Halbounis “Monument“ wird vor dem Brandenburger Tor ausgestellt

Dresdner Neumarkt-Busse in Berlin Manaf Halbounis “Monument“ wird vor dem Brandenburger Tor ausgestellt

Die Skulptur „Monument“ wird am Sonnabend als eines der zentralen Werke des 3. Berliner Herbstsalons des Maxim Gorki Theaters in Berlin eröffnet. Die drei ausrangierten Busse werden vom 11. bis 26. November auf dem Platz des 18. März direkt vor dem Brandenburger Tor zu sehen sein.

Die Installation „Monument“ wird auf dem Platz des 18. März in Berlin aufgebaut.
 

Quelle: dpa/Montage: DNN

Dresden.  Die Skulptur „Monument“ des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbouni wird am Sonnabend als eines der zentralen Werke des 3. Berliner Herbstsalons des Maxim Gorki Theaters in Berlin eröffnet. Die drei ausrangierten Busse werden als Leihgabe des Kunsthauses Dresden vom 11. bis 26. November auf dem Platz des 18. März direkt vor dem Brandenburger Tor zu sehen sein.

In der sächsischen Landeshauptstadt hatten die drei senkrecht auf dem Neumarkt aufgestellten Schrottbusse Anfang des Jahres heftige Debatten und knallharten Protest ausgelöst. Das gipfelte im März sogar mit Morddrohungen gegen Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Letztendlich werteten die Verantwortlichen von Stadt und Kunsthaus Dresden die Installation aber als Erfolg. Durch mehrere öffentliche Gesprächsrunden und den Diskurs innerhalb der Stadtgesellschaft hatte sich eine breite öffentliche Diskussion über Kunst, Demokratie und den Syrien-Konflikt entwickelt.

Die Skulptur „Monument“ auf dem Dresdner Neumarkt ist noch gar nicht offiziell eingeweiht, da erregt sie bereits den Hass vieler selbsternannter Patrioten. Diese nutzten ihren Montagabend, um vor Ort gegen die Kunstinstallation neben der Frauenkirche zu wettern.

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Unter dem Motto „Desintegriert Euch!“ stellt das Maxim Gorki Theater nun in Berlin 100 zeitgenössische Kunstwerke aus. Der in Dresden lebende Künstler Manaf Halbouni will nach eigenen Angaben mit den Bussen eine Verbindung zwischen der Situation der Menschen im Nahen Osten und Europa herstellen. Dabei gehe es um das Leid und die unaussprechlichen Verluste, aber auch die Hoffnung auf den Wiederaufbau und Frieden.

Laut Kunsthaus soll die Installation vor dem Brandenburger Tor die in Dresden begonnene Diskussion und Auseinandersetzung fortführen. „Das Monument erinnert uns mit einem starken Bild aus Aleppo daran, dass immer noch Menschen unter den Folgen von Krieg leiden und bringt Geschichte und Gegenwart der kulturellen und menschlichen Folgen militärischer Gewalt in unser Bewusstsein“, erklärte Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke).

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Das Kunstwerk „Monument“ auf dem Dresdner Neumarkt ist abgebaut. Am Dienstagmorgen begann die Demontage der drei Busse, die der deutsch-syrische Künstler Manaf Halbouni hatte aufstellen lassen. Das Kunstwerk wird nun direkt nach Berlin gebracht.

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Die Kulturbürgermeisterin wird in Vertretung von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) nach Berlin reisen und dort an einem Bürgerforum nach Dresdner Modell im Palais am Festungsgraben teilnehmen. Zudem soll eine Berliner Fassung von Lara Schnitgers Performance „Suffragette City“, die am 22. September bereits durch die Dresdner Innenstadt zog, in Zusammenarbeit mit dem Maxim Gorki Theater im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung am Sonnabend aufgeführt werden. Der Platz des 18. März erinnert unter anderem an die Barrikadenkämpfe der bürgerlich-demokratischen Märzrevolution 1848.

Von Sebastian Burkhardt

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