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Lokales Männerwerkstatt im Seniorenheim in Dresden-Gorbitz
Dresden Lokales Männerwerkstatt im Seniorenheim in Dresden-Gorbitz
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17:17 09.09.2015
Der 82-jährige Elmar Lamm arbeitet unter Anleitung einer Betreuerin in der neuen Männerwerkstatt. Die Senioren bauen ein Vogelhäuschen. Quelle: Franziska Schmieder
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Die Gesetzänderung war beim Baustart noch nicht abzusehen. "Dass ein Seniorenheim in die soziale Betreuung und nicht in den Neubau von Zimmern investiert, ist bei den Wartezeiten keine Selbstverständlichkeit", erklärt Kristiane Wedekind, Geschäftsführerin der ASB Dresden & Kamenz. Der Aufsichtsrat habe Weitblick bewiesen.

Rund eine Million Euro hat der 210 Quadratmeter große Anbau an das Seniorenheim in Gorbitz, in dem 243 Patienten wohnen, gekostet. 300 000 Euro davon sind Fördergelder der Deutschen Fernsehlotterie. Neben einer Männerwerkstatt zum Heimwerken sowie einem Erinnerungsraum steht den Patienten, Pflegekräften und Gästen jetzt auch ein großer, lichtdurchfluteter Saal für Betreuungsangebote, Therapien, Schulungen und Treffen zur Verfügung. Ein Teil des Fußbodens ist zur Sturzprophylaxe und für Rollatortrainings mit Spezialbelag ausgelegt. Zudem gibt es eine Teeküche und eine Terrasse. Die Neuregelung des Betreuungsangebotes besagt, dass ab dem 1. Januar alle 243 Heimbewohner statt nur der bisher 170 demenzerkrankten Senioren Anspruch auf zusätzliche individuelle Betreuung haben. Diese ist im Freizeitbereich angesiedelt und wird bisher von neun Betreuungsassistenten in Teilzeit durchgeführt. Um den steigenden Bedarf zu decken, wird der ASB sieben weitere Teilzeitkräfte einstellen, kündigte Heimleiterin Gabriele Loßner an. Die zusätzlichen Kräfte bezahlt die Pflegekasse, sie müssen nicht durch die Patienten refinanziert werden. "Das ist mal eine wirklich gute Entscheidung der Politik gewesen", lobt Loßner.

Man stehe nun vor der Aufgabe, die vielfältigen Angebote im Haus zu verzahnen. Neu ins Programm aufgenommen werden jetzt vermehrt Kurse und Veranstaltungen für die geistig klare Bewohner. Auch für die Betreuer kann es durchaus entlastend sein, nicht ausschließlich mit demenzkranken Personen zu arbeiten. "Aber es hätte unser Raumangebot total gesprengt, die zusätzlichen Angebote ohne die neuen Räumlichkeiten auf die Beine stellen zu müssen", erklärt die Leiterin.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.11.2014

Franziska Schmieder

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