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Lokales Ma riechen – diese Begonien duften
Dresden Lokales Ma riechen – diese Begonien duften
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23:00 14.03.2017
Begonie Fragant Falls ’Peach’. Quelle: GMH/LfULG
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Dresden

Begonien galten bislang als klassische Pflanzen für Kästen und Töpfe, die an einem halbschattigen Standort stehen. Das ist Schnee von gestern. Jetzt gibt es Sorten, die nicht nur in der Sonne wachsen und üppig blühen, sondern sogar duften!

Auf dem Versuchsfeld des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Dresden-Pillnitz wurden einige dieser Neuheiten getestet (DNN berichtete) und offenbar für gut befunden. Denn der Landesverband Gartenbau Sachsen hat „Mariechen“, eine duftende ‚Begonia Cultivars‘, zur Pflanze des Jahres 2017 gekürt. Wenn die Gärtnereien am 29. und 30. April im Rahmen der Aktion „Blühendes Sachsen“ wieder zu den Tagen der offenen Gärtnerei einladen, werden auch diese duftenden Begonien zu haben sein.

Begonie Scentiment ’Just Peach’. Quelle: LfULG

„Die Bezeichnung ,Mariechen’ ist so etwas wie ein Überbegriff, eine Art Markenname“, weiß Beate Kollatz. Die Referentin Zierpflanzenanbau des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie ist Sachsens Balkonblumentesterin. „Mariechen ist nicht nur die Verkleinerungsform von Marie, sondern – wenn man es richtig sächsisch ausspricht („ma riechen“) – die Aufforderung, an der Pflanze zu schnuppern.“

Die vier Sorten ‚Lemon‘ und ‚Peach‘ (Serie „Fragrant Falls“) sowie ‚Just Peach‘ und ‚Sunrise‘ (Serie „Scentiment“) fallen durch große Blüten in Gelb- bzw. Orangetönen auf. Alle haben einen leicht zitronigen, frischen rosenartigen Duft. „Schon vor gut 100 Jahren wurde in der Anden-Region Boliviens eine duftende Begonie entdeckt. Sie wurde als stark nach Schlüsselblume riechend beschrieben. Nun ist es gelungen, eine angenehm duftende Sorte mit großen gefüllten Blüten zu züchten“, heißt es vom Landesverband Gartenbau.

Begonie Fragant Falls ’Lemon’. Quelle: LfULG

Mariechen schmücke durch ihren üppigen, überhängenden Wuchs mit vielen Blüten den ganzen Sommer Kästen und Kübel. Bevorzugt wird ein sonniger bis halbschattiger Standort. Sowohl Staunässe als auch Trockenheit vertragen die Begonien nicht. Und sie sollten wöchentlich gedüngt werden.

„Es ist ratsam, verwelkte Blüten zu entfernen“, weiß Beate Kollatz. „Die meisten Blüten fallen zwar, da die Pflanzen überhängend wachsen, auf den Boden. Aber wenn welke, recht matschige Blüten auf den Blättern liegenbleiben, entstehen dort braune Flecken.“ Zudem sollte man den Begonien genügend Platz einräumen. „Im 80-cm-Kasten erreichten wir im vergangenen Jahr mit vier Pflanzen üppige, geschlossene Bestände“, berichtet die Pillnitzer Balkonblumentesterin von ihren Erfahrungen. „Durch die gelbe bis orange Blütenfarbe ergeben sich schöne Kontraste mit blau blühenden Partnern. Aber auch mit Weiß oder Rot kann man gestalten“, so die Empfehlung der Zierpflanzenexpertin zu Kombination mit anderen Balkonblumen. Sehr starkwüchsig sollten die Kombinationspartner nicht sein.

Begonie Scentiment ’Sunrise’. Quelle: LfULG

Von Catrin Steinbach

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