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Lokales Luftmessstation auf der Bergstraße kommt auf den Prüfstand
Dresden Lokales Luftmessstation auf der Bergstraße kommt auf den Prüfstand
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10:31 24.04.2018
DieMessstation für Luftschadstoffe auf der Bergstraße in Dresden. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

 Der Standort für die umstrittene Luftmessstation auf de Bergstraße wird unter die Lupe genommen. Er gehört zu einem Prüfauftrag den die Verkehrsminister jetzt beschlossen haben.

Im Streit um mögliche Fahrverbote für Dieselautos wegen zu hoher Stickoxidwerte sollen die Messstationen in Deutschland überprüft werden.

Zweifel an Messungen in anderen Ländern

Die in der EU vereinbarten Grenzwerte seien natürlich einzuhalten, hatte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zuletzt gesagt. Er habe aber Zweifel, „ob in Madrid, Brüssel, Marseille oder Rom die Schadstoffbelastung genauso exakt gemessen wird wie in deutschen Städten“. Wenn man zu Maßnahmen greifen müsse, müssten diese „auch rechtssicher sein“.

Deutschland sei zu Millionenzahlungen aus Steuermitteln verpflichtet, wenn es die Stickoxidgrenzwerte weiter überschreitet. Schon vor diesem Hintergrund sei die Überprüfung sinnvoll.“ Dabei müssten Fragen geklärt werden wie die Repräsentativität der Messungen für einen größeren Bereich, die richtige Platzierung der Mess-Instrumente sowie die Vermeidung von Messungen unterhalb von Bäumen.

EU-Kommission hat schon geprüft

Die EU-Kommission hat derweil das System von Messstationen überprüfen lassen, das in vielen Städten seit Jahren überhöhte Stickoxidwerte ermittelt hat. Laut einem „Spiegel“-Bericht sind die Geräte demnach den Vorgaben gemäß aufgestellt und liefern verlässliche Ergebnisse. Beim Stickstoffdioxid gebe es nur in Mönchengladbach kleinere Beanstandungen. Die Stationen in den schwer belasteten Innenstädten von München und Stuttgart hingegen arbeiteten korrekt. Auch das Bundesumweltministerium hatte die Bedenken zurückgewiesen.

Daher darf sich niemand zu große Hoffnungen machen, dass sich am Standort der Messstation auf der Bergstraße etwas ändern wird. Sie ist die einzige der drei Anlagen in Dresden, an der die Stickoxidwerte in der Vergangenheit meist noch überschritten worden sind. Das liegt zum einen an der großen Verkehrsbelastung an der stadtauswärts gelegenen Steigungsstrecke. Andererseits steht die Station aber unmittelbar am Straßenrand, wenige Meter Entfernung mehr würden andere Messwerte erbringen. Dort ist mittlerweile ein Blitzer aufgestellt worden, um die Belastungen zu regulieren.

Behörde sieht keine Auswirkungen der Prüfung

Die Messstation wurde errichtet, weil es im Zusammenhang mit dem Ausbau der B 170 aufgrund von Gutachten Befürchtungen gab, dass die damals noch nicht in deutsches Recht übernommenen EU-Grenzwerte überschritten werden könnten. Weil die Grundstückeigentümer die Anlage nicht auf ihrem Boden haben wollten, steht sie direkt am Straßenrand. Die Stadt hatte früher schon erklärt, der Standort entspreche den Vorschriften.

Zuständig für die Anlage ist aber das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG). Behördensprecherin Karin Bernhardt erklärte am Montag, bei der Anlage an der Bergstraße würden die gesetzlichen Bestimmungen und die EU-Vorschriften eingehalten. Die von den Verkehrsministern veranlasste Prüfung habe daher „aus jetziger Sicht vermutlich keine“ Auswirkungen auf den Standort.

Von Ingolf Pleil

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