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Spender bescheren der Dresdner Operette ein innovatives Akustiksystem

Luftkissen für einen guten Musicalklang Spender bescheren der Dresdner Operette ein innovatives Akustiksystem

Wenn es nicht so viele Spender gegeben hätte, könnten in der nagelneuen Operette im Kraftwerk Mitte wahrscheinlich keine Musicals gespielt werden. Denn der 700 Plätze fassende Saal verfügt zwar über optimale akustische Bedingungen für die Genres Operette und Spieloper, jedoch nicht fürs Musical.

Prof. Werner J. Patzelt, Vorstandsvorsitzender des Förderforums der Staatsoperette Dresden, präsentiert das innovative Akustiksystem.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Wenn es nicht so viele Spender gegeben hätte, könnten in der nagelneuen Operette im Kraftwerk Mitte wahrscheinlich keine Musicals gespielt werden. Denn „der 700 Plätze fassende Saal verfügt zwar über optimale akustische Bedingungen für die Genres Operette und Spieloper, jedoch nicht fürs Musical“, heißt es in einer Mittelung der Staatsoperette. „Im Musical werden Stimmen und Instrumente genrebedingt mikrofoniert, verstärkt und das fertige Klangbild über Lautsprecher übertragen. Zu viel Hall ist hier von Nachteil.“

Das Förderforum der Staatsoperette hatte deshalb schon 2009 eine Spendenaktion gestartet. Unter dem Motto „Ihr Name für einen Stuhl“ konnten Firmen und private Sponsoren für 500 Euro symbolisch einen der 700 Plätze des Saales kaufen. Über 500 Spender beteiligten sich, so dass das Förderforum in der Lage war, für die neue Operette ein neues, innovatives Akustiksystem zu finanzieren.

Und das hat es in sich. An der Decke des Zuschauerraumes wurden ausfahrbare Schallsegel und große, aufblasbare Akustikschläuche aus einem speziellen Textilmaterial installiert. Bei Bedarf bläst ein Lüfter die Schläuche auf. Sie sehen dann aus wie riesige, miteinander verbundene schwarze Kissen. Diese schlucken den Schall, besonders in den tiefen Frequenzen. Braucht man das System nicht, wird die Luft abgelassen. Dann lassen sich Schläuche und Akustiksegel wegfahren. Die ursprüngliche Raumakustik ist wieder hergestellt.

Rechtzeitig vor der Premiere des Musicals „Wonderful Town“ am Donnerstagabend wurde das neue, variable Akustiksystem im Zuschauerraum eingebaut. Geliefert und montiert hat es die Firma Gerriets. „Das für die Schallsegel verwendete Textilmaterial ... ist eine Spezialentwicklung des Unternehmens. Die aufblasbaren Membranabsorber ...sind vom dänischen Akustiker Niels Adelman-Larsen ... und werden weltweit von Gerriets vertrieben und projektiert“, so die Sprecherin der Operette. „Das Akustikbüro ISRW (Institut für Schalltechnik, Raumakustik und Wärmeschutz) übernahm die raumakustische Simulation und betreute die abschließenden Messungen.

Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) würdigte das Engagement des Fördervereins. Die akustische Optimierung, die mit den Geldern des Fördervereins geschaffen wurde, sei „das Sahnehäubchen auf dem neuen Theater“.

Von DNN

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