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Lokales Luftige Küche: Die Junghansstraße 39 in Dresden-Gruna
Dresden Lokales Luftige Küche: Die Junghansstraße 39 in Dresden-Gruna
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14:00 23.01.2017
Die Junghansstraße 39 in Dresden-Gruna im Jahr 1948.  Quelle: Foto: Hans Schulze
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Dresden

 Die Junghansstraße 39 in Dresden-Gruna ist das Geburtshaus von DNN-Leser Jörg Schulze. „Das Haus erhielt am 13. Februar 1945 einen Volltreffer, der den Keller zerstörte, die Balkone wegriss und die Hausmauer ca. zehn Zentimeter nach außen drückte. Dadurch konnte auch das Schlafzimmer nicht bewohnt werden. Wir hatten das Haus kurz vorher verlassen, weil die ganze Häuserzeile ab Haus Nr. 41 brannte“, erinnert er sich.

Die Junghansstraße 39 in Dresden-Gruna im Jahr 1948. Quelle: Hans Schulze

Er schickte uns ein Foto vom Juni 1948, das dass abgestützte Haus zeigt. Fotograf war Jörg Schulzes Vater Hans. „Der Mensch zwischen den Balken ist meine Mutter in ihrer Freiluftküche. 1948 hat man die Außenmauer abgetragen – das sieht man auf dem Bild – und dann wieder hochgezogen. Auch die Balkone wurden später wieder hergestellt. Die Häuser ab Nr. 41 baute der Bauverein Gartenheim wieder auf“, erklärt der DNN-Leser.

 Die Aufnahme der sanierten Junghansstraße 39 ist von ihm. „Meine Eltern sind Jahrgang 1910 und sie haben bis zum Ende ihres Lebens da gewohnt. Mein Vater starb 1975, meine Mutter 1995. Wir wohnten, nur mit der erwähnten kurzen Unterbrechung, immer in dieser Wohnung. Die Stube, der Flur und das Bad waren ja relativ in Ordnung.“

Die Junghansstraße 39 ist Teil einer Häuserzeile in der Gartenheimsiedlung Gruna. Diese wurde in den 1920er Jahren zwischen Junghansstraße und Landgraben nach Plänen des Architekten Paul Beck und unter Leitung von Max Oertel erbaut. Oertel war 1919 Mitbegründer und Vorsitzender des Bauvereins Gartenheim in Dresden und Stadtverordneter. 1922 wurde er Stadtbaudirektor, wie einer Chronik des Verbandes Sächsischer Wohnungsgenossenschaften zu entnehmen ist. „1924/28 baute der Dresdner Spar- und Bauverein eine weitere Siedlung östlich des Landgrabens“, heißt es im Dresdner Stadtlexikon.

Noch heute gehört das sanierte Haus zur Gartenheimsiedlung Gruna – seit 1969 steht das Ensemble unter Denkmalschutz. Quelle: Jörg Schulze

Die Gartenheimsiedlung, die unter dem Einfluss der Gartenstadtbewegung entstand, wurde schon 1969 unter Denkmalschutz gestellt. 1996 schließlich erfolgte die denkmalgerechte Sanierung. Den Hut dafür auf hatte die Wohnungsgenossenschaft Aufbau. Denn mit Beginn des Jahres 1980 hatte sich die GWG Gartenheim aus Gruna mit 870 Genossenschaftern der damaligen Arbeiterwohnungsgenossenschaft (AWG) Aufbau angeschlossen.

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Von Catrin Steinbach

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