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Lokales Lufthansa schickt Riesenflieger nach Dresden zur Durchsicht
Dresden Lokales Lufthansa schickt Riesenflieger nach Dresden zur Durchsicht
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13:00 31.03.2017
War 2010 schon einmal zu Trainingsflügen in Dresden-Klotzsche zu Gast: ein Airbus A380 der Lufthansa. Quelle: Sebastian Kahnert
Dresden

Die Deutsche Lufthansa lässt A380 bei den Elbe Flugzeugwerken (EFW) in Dresden warten. Airline-Sprecherin Anja Lindenstein sagte, die erste Maschine soll im Oktober 2017 zum Check. Insgesamt seien in der kommenden Wintersaison zwei Maschinen des Typs für die Wartung in Dresden vorgesehen.

Insgesamt hat die Lufthansa 14 Maschinen des Typs in der Flotte. Der sogenannte IL-Check (Intermediate Layover Check) wird etwa alle sechs Jahre fällig und dauert nach Angaben der Fluggesellschaft mehrere Wochen. Um einen einfacheren Zugang zur Kontrolle der Rumpf- und Flügelstruktur zu erhalten, würden verschiedene Großbauteile, wie etwa Landeklappen, demontiert. Parallel werden nach Angaben der Lufthansa diverse Systeme an Bord getestet und bei Bedarf repariert. Die Kabinenausstattung, wie beispielsweise Sitze, Küchen oder Toiletten, würde zudem komplett ausgebaut und überholt.

Am Rande einer Pressekonferenz des Dresdner Flughafens wurde unlängst bekannt, dass Airbus demnächst fabrikneue Airbus A320-neo zum Triebwerkstausch nach Dresden zu den Elbe Flugzeugwerken bringe. Details wollte eine Airbus-Sprecherin auf Anfrage nicht nennen: „Grundsätzlich kommentieren wir Abläufe und Flüge während der Produktion nicht“, erklärte sie.

Die Elbe Flugzeugwerke bauen die Wartung von Airbus-Maschinen als wichtigstes Standbein kontinuierlich aus. Allerdings verweist das Unternehmen darauf, dass auf Wunsch der Kunden keine Details zu den Aufträgen genannt werden. In der Vergangenheit haben bereits Emirates und Air France ihre A380 zur Wartung und Reparatur nach Dresden geflogen. Andere Airlines lassen Kurz- und Mittelstreckenjets checken.

Weitere Geschäftsfelder der EFW sind die Frachterumrüstung und die Komponentenfertigung. Vermutlich im Herbst dieses Jahres wird die erste vom Passagierflugzeug zum Frachter umgerüstete A330 präsentiert. Aus Kreisen des Unternehmens hieß es, die Arbeiten und Zertifizierungen am Prototyp liefen bereits. Bisher wurden ältere Airbusse A300/A310 umgerüstet. Allerdings gibt es auf dem Markt kaum noch entsprechende Maschinen.

Ein zwischenzeitlich geplantes Programm zur Umrüstung kleinerer Maschinen der A320-Familie, das 2011 eingestellt wurde, könnte Ende 2017 oder Anfang 2018 eine Neuauflage erfahren. Das Interesse aus der Branche ist groß.

Von Lars Müller

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