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Lokales Lückenschluss für Dresdens Radler – Winterbergstraße erhält Schutzstreifen
Dresden Lokales Lückenschluss für Dresdens Radler – Winterbergstraße erhält Schutzstreifen
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15:49 23.06.2017
Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) und Amtsleiter Reinhard Koettnitz haben den neuen Schutzstreifen für Radler auf der Winterbergstraße schon mal ausprobiert.  Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

 „Einfach nur mit etwas auf die Straße malen ist es nicht gemacht“, sagt Reinhard Koettnitz. Für den Lückenschluss auf der Hauptradroute in Ost-West-Richtung habe es schon deutlich mehr gebraucht, betont der Leiter des Straßen- und Tiefbauamts bei einem Vororttermin auf der Winterbergstraße. Dort haben Arbeiter zwischen der Liebstädter Straße und der Straße An der Pikardie in den letzten vier Wochen einen neuen Schutzstreifen für Radler auf die Fahrbahn markiert.

Dass sich diese Bemühungen lohnen, davon ist Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) überzeugt. Rund eine halbe Million Radler nutzten die Strecke im Jahr, zitiert er aus den Messdaten einer an der Route verbauten Zählstelle. In der warmen Jahreszeit seien es mit rund 60 000 pro Monat etwas mehr, mit 20 000 in kalten Monaten etwas weniger, in jedem Fall handele es sich jedoch um eine Hauptroute für Dresdens Radfahrer, ist Schmidt-Lamontain überzeugt. Der Vergleich mit anderen vielbefahrenen Strecken bestätigt ihn. So sind auf der St. Petersburger Straße im Jahr rund 600 000 Radler unterwegs, auf der Waldschlößchenbrücke rund 880 000. Auf dem Elberadweg sind es rund 600 000 Radler auf der Altstädter Seite und weitere rund 330 000 auf der Neustädter Seite.

Alle diese Strecken sind für Radler komfortabel ausgebaut, auf der Winterbergstraße mussten sich die Pedalritter dagegen bisher auf den zwei Fahrspuren mit den etwa 20 000 Autofahrern arrangieren, die dort laut Koettnitz täglich unterwegs sind. Eine der zwei Fahrspuren wurde nun aufgelöst. Ein Teil ist als Schutzstreifen für Radler abmarkiert, der Rest wurde einer nun überbreiten Fahrspur zugeschlagen. An der Bürgerwiese sei man im vergangenen Jahr ganz ähnlich verfahren, ohne dass sich die zumeist von Autofahrern geäußerte Kritik, auf diese Weise werde eine neue Staufalle geschaffen, bewahrheitet hätte.

Rund 150 000 Euro werden für die Schutzstreifen ausgegeben. Nur ein Teil fließt dabei in die Markierung, der Rest werde zum Beispiel für die Umprogrammierung der Ampeln ausgegeben, die Radfahrsignale erhalten. Außerdem wurde zu Lasten des Grünstreifens in der Straßenmitte eine Linksabbiegerspur auf Höhe der Kreuzung mit dem Grunaer Weg geschaffen, die vor allem Autofahrern das Leben erleichtern soll. Bei Konstruktionen mit überbreiten Fahrspuren gebe es zwar auf der Strecke keine Probleme, wie Amtsleiter Koettnitz sagt, an Kreuzungen müsse man aber durch entsprechende Markierungen schon dafür sorgen, dass jeder weiß, wie er sich zu verhalten hat.

Bewusst habe man sich gegen die Einrichtung eines festen Radwegs entschlossen, der anders als der Schutzstreifen nicht von Autos überfahren werden darf. „Der müsste zwei Meter breit sein“, sagt Koettnitz. Dafür hätte man stärker in Fußwege und den Mittelstreifen eingreifen müssen, was die Kosten nach oben getrieben hätte. Für den Ort habe man die beste Lösung gefunden, findet er.

Es wird noch eine Weile dauern, bis Radler vollends davon profitieren können. Ab Montag bis voraussichtlich 31. Juli werden zwischen der Tetschener Straße und An der Pikardie in stadteinwärtiger Richtung rund 230 Meter Asphalt für rund 180 000 Euro erneuert. Dazu werden auch die Straßenborde, alle Straßenabläufe und die Schnittgerinne saniert. Der Mittelstreifen bekommt eine neue Straßenbeleuchtung. Gearbeitet wird unter einer Vollsperrung. Autos müssen in Richtung Zentrum über die Beilstraße und Herkulesstraße zur Karcherallee fahren, dort wird dann eine Bauampel eingerichtet.

Von Uwe Hofmann

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